Schlosslichtspiele
Die Schlosslichtspiele waren auch in diesem Sommer ein Besuchermagnet. | Foto: Sandbiller

„Markenzeichen der Stadt“

Schlosslichtspiele locken 253.000 Zuschauer

Die Marke der Viertel Million ist geknackt: 253 500 Menschen haben in diesem Jahr die Schlosslichtspiele gesehen. Dies teilt die Karlsruher Event GmbH Karlsruhe (KEG) mit.

Deren Team ermittelt mit Hilfe eines virtuellen Rasters jeden Abend die Besucherzahlen auf dem Areal.

Schlosslichtspiele als Markenzeichen

Das Format, das Erster Bürgermeister Wolfram Jäger als „Markenzeichen der Stadt“ bezeichnete, sorgte damit einmal mehr dafür, dass der Schlossplatz zum Treffpunkt der Karlsruher und vieler Besucher wurde.

Dass so viele Zuschauer in „friedlicher und angenehmer Sommeratmosphäre“ die allabendlichen Projektionen genießen konnten, habe enormen Aufwand bedeutet, erklärt KEG-Chef Martin Wacker. Dieser habe sich aber in jeder Hinsicht gelohnt.

Dankbar für Engagement

„Ich bin dankbar für das große Engagement der vielen Helfer und der Sponsoren“, so Wacker. In diesem Jahr liefen die Schlosslichtspiele fünfeinhalb Wochen.

2016 waren die Projektionen an sieben Wochen zu sehen, damals kamen 330.000 Besucher. Beim 300. Stadtgeburtstag 2015 waren die Schlosslichtspiele den ganzen Festivalsommer über von Juni bis in den September zu erleben und lockten mehr als 400.000 Zuschauer.

Drei Spielzeiten – fast eine Million Besucher

„Fast eine Million Besucherinnen und Besucher insgesamt bezeugen eine enorme Popularität“, blickt ZKM-Chef Peter Weibel auf die ersten drei Spielzeiten zurück.

Er hatte zum 300. Stadtgeburtstag die Idee zu den Schlosslichtspielen und trägt auch die künstlerische Verantwortung.

50.000 Menschen beim Landesfestumzug

Großen Zuspruch erzielten in diesem Sommer auch die Veranstaltungen, die während der Lichtspiele auf dem Schlossplatz stattfanden: So kamen am Sonntag, 3. September, knapp 17.000 Besucher zum SWR Fernsehen Familienfest mit den Konzerten von Max Giesinger und Beatrice Egli.

Und der Landesfestumzug zum Finale der Heimattage Baden-Württemberg lockte am vergangenen Sonntag rund 50.000 Besucher aus dem ganzen Land und darüber hinaus. Da am Wochenende zudem die Foodtruck Convention am Schloss und die Folkloria auf dem Friedrichsplatz stattfanden, war auch das Interesse an den Schlosslichtspielen nochmals enorm.

Gemeinderat entscheidet im Herbst

Der Gemeinderat entscheidet im Herbst, ob die allabendlichen Projektionen über das Jahr 2017 hinaus fortgesetzt werden.

ZKM-Chef Weibel erklärte jüngst im BNN-Interview, dass er bereits Ideen für eine Weiterentwicklung des Formats hat. Unter anderem war die Rede von „Akrobatik mit spektakulären Stunts“.

Gespräche mit Maxin10sity

Auch mit der ungarischen Gruppe Maxin10sity, die in allen bisherigen Schlosslichtspiel-Jahren Publikumsliebling war, laufen bereits Gespräche.

Zwar wisse man noch nicht, ob der Gemeinderat grünes Licht gibt, so Weibel. Würde man bei der international agierenden Gruppe jedoch erst im Frühjahr anfragen, wäre diese vermutlich bereits ausgebucht.

900.000 Euro Budget

In diesem Jahr präsentierten die Stadt und das ZKM insgesamt sieben neue Shows, von denen eine Weibel selbst gestaltete. Auch besonders beliebte Beiträge aus den Vorjahren waren zu sehen. Das Gesamtbudget betrug 900.000 Euro, ein Drittel davon wurde von Sponsoren aufgebracht.