Bis zu 50 Kilo wiegen die Dummys, die die DLRG-Rettungsschwimmer durchs Wasser im Grötzinger Hallenbad ziehen. | Foto: Müller

DLRG-Bezirksmeisterschaft

Schwimmen und retten, mit Kraft und Ausdauer

Von Klaus Müller

 

Viel Platz, hier im Grötzinger Hallenbad, bleibt am Beckenrand nicht mehr. Für die Veranstalter von der DLRG ist das ein sicheres Indiz dafür, dass der Wettkampf gut besucht ist. Ein Großteil der „Beckenrändler“ muss ebenfalls noch ran – muss ins Wasser, um dort die nicht gerade einfachen Aufgaben bei den Jugend-Meisterschaften des DLRG Bezirk Karlsruhe im Rettungsschwimmen zu meistern. Am Wochenende gab´s zunächst die Starts bei den Mannschaftsmeisterschaften im Waghäusler Rheintalbad, tags darauf hieß es bei den Einzelmeisterschaften im Grötzinger Hallenbad, schwimmen und retten, was Kraft und Kondition hergeben.

Gute Teilnehmerzahl

Zufrieden mit der Beteiligung zeigte sich Veranstaltungsleiter Simon Wanjek. Sein Organisationsteam und er konnten bei den Einzelwettkämpfen 156 Starter zählen, bei den Mannschaftswettbewerben waren es 50 Teams mit jeweils fünf Schwimmern. Im Rheintalbad gingen die Mannschaften der Ortsgruppen Malsch, Oberhausen-Rheinhausen, Durlach, Karlsruhe und Waghäusel besonders erfolgreich ins Wasser.

Schwere Dummys

Ein Zuckerschlecken sind die Wettbewerbsvorgaben übrigens nicht. So müssen beispielsweise bis zu 50 Kilogramm schwere Rettungsdummys durchs Wasser gezogen werden – und das auf Länge und Tempo. „Man braucht viel Kraft und gleichzeitig Ausdauer“, berichten Holger Schulz und Dennis Liebmann von der Ortsgruppe Malsch, die sich in Waghäusel den Titel im Mannschaftswettbewerb sicherte. Bis zu vier Mal die Woche werde trainiert. „Klar sind wir ehrgeizig und wollen gewinnen.“ Einen Titel, den bei den Mannschaften (in ihrer Jahrgangsgruppe), hat auch Ronja von der Ortsgruppe Oberhausen in der Tasche. An ihrer Anspannung vor dem Start im Einzel ändert dies nichts. Wichtig ist: „Die Kraft einteilen.“

Gefragte Schwimmkurse

Als eine Art Aushängeschild in Sachen Wettbewerb lässt sich der Bezirksverband Karlsruhe durchaus bezeichnen. „Doch, wir sind der stärkste Wettkampfbezirk im Landesverband Baden“, bestätigt Wanjek. 23 Ortsgruppen gehören dem Karlsruher Bezirksverband an. Eine Sparte ist der Wettkampf. „Eine wichtige Sparte“, so der DLRG-Bezirksvorsitzende Michael Deufel. Und dann gebe es noch die besonders wichtigen Bereiche Rettungsschwimmen und Schwimmunterricht. Der Schwimmunterricht erweist sich dabei als „Türöffner für die DLRG“. Er sorgt mit für kontinuierlich steigende Mitgliederzahlen. Laut Deufels hat der Bezirk aktuell rund 8 600 Mitglieder.

Probe für den Ernstfall

Ein Teil davon konnte es sich am Wochenende bei den Meisterschaften so richtig geben. Dahinter steckt ein ernster Ansatz. Holger und Dennis von der Ortsgruppe Malsch bringen es auf den Punkt: „Durch das Training und die Wettkämpfe bis du im Ernstfall einfach schneller – du kannst schneller helfen und retten.“ Eines ist gewiss – der nächste Badesommer kommt bestimmt.