MIT LICHT UND SONNE wie in Ägypten begrüßt der badische Himmel das von Bauverkleidungen befreite Wahrzeichen der Stadt. Die acht Meter langen Kanten laufen wieder sichtbar in der Pyramidenspitze zusammen. Zwei Jahre wird nun der Marktplatz um die sanierte Pyramide herum für Feste und Märkte ertüchtigt und gepflastert.
MIT LICHT UND SONNE wie in Ägypten begrüßt der badische Himmel das von Bauverkleidungen befreite Wahrzeichen der Stadt. Die acht Meter langen Kanten laufen wieder sichtbar in der Pyramidenspitze zusammen. Zwei Jahre wird nun der Marktplatz um die sanierte Pyramide herum für Feste und Märkte ertüchtigt und gepflastert. | Foto: jodo

Pyramide ist enthüllt

Sie steht wieder frei

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Sie ist wieder da. Eigentlich war die Pyramide ja gar nicht weg, aber sie war doch vier Jahre lang dem Blick der Karlsruher entzogen. Das Wahrzeichen der Stadt ist seit Dienstag wieder enthüllt. Elf Wochen war der berühmte Sandsteinkörper, die vielleicht bekannteste Steinpyramide außerhalb Ägyptens, noch einmal für die Restaurierung eingerüstet und unter Gazeplanen versteckt und mit einem Blechdach bedeckt.

Fünf Jahre Holzkleid

Davor musste der Sandsteinkörper von 1825 fünf Jahre lang ein Holzkleid tragen, damit die U-Strab-Bauarbeiten ihm nicht an die Substanz gingen. Frisch verfugt, die Wunden verspachtelt, geglättet und alles auf den Natursteinton eingefärbt strahlt Weinbrenner Werk wieder.

Gründer in der Gruft

Das Gedenken an den Stadtgründer Karl Wilhelm, der in der Gruft unter der Pyramide begraben ist, leuchtet mit frisch vergoldeten Lettern. „Der hohe Aufwand lohnt sich für die Sanierung des Wahrzeichens“, da ist sich Anne Sick, die Chefin des Hochbauamts, beim Pyramidenblick ganz sicher.

Angebröckelt

Noch ist das Sanierungswerk nicht ganz vollbracht. Erst im Oktober soll das Grabmal, das an der Stelle der 1807 abgerissenen Konkordienkirche steht, auch nicht mehr von einer schwarzen Textilwand umzäunt sein. „Jetzt geht es noch um den Sockel“, erklärt Angelika Obert vom Hochbauamt. An der unteren Steinreihe der 6,8 Meter hohen Pyramide und an dem mit Stahlketten umgebenen Sockel sind Sandsteinplatten angebröckelt,  gebrochen oder abgesunken.