"Ausverkauft" hieß es 2019 öfter als jemals zuvor beim Zeltival des Karlsruher Kulturzentrums Tollhaus, wie hier beim Konzert der australischen Band "The Cat Empire". | Foto: Fink

28.000 Besucher verzeichnet

Neuer Besucher-Rekord beim Zeltival Karlsruhe

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Starken Zuwachs hat das Karlsruher „Zeltival“ bei seiner 25. Ausgabe erreicht: Mit rund 28.000 Besuchern hat die Konzert-Serie ihre bisherige Bestmarke von 2015 weit übertroffen. Damals waren insgesamt 26.000 Besucher zu den Konzerten gekommen.

„Wir sind nicht mit dem Ziel eines Rekords angetreten“, betonte Tollhaus-Geschäftsführer Bernd Belschner bei der Bilanz-Pressekonferenz zur 25. Ausgabe des Sommerfestivals. Dennoch freut er sich über 28.000 Besucher.

Was die Zahl noch stärker macht: Im bisherigen Spitzenjahr 2015 waren von den damaligen 26.000 Besuchern etwa 3.000 auf einen eintrittsfreien Open-Air-Beitrag zum Karlsruher Stadtgeburtstag entfielen.

Es seien viele Aspekte zusammengekommen, so Belschner. So habe man bei der Programmplanung schnell Zusagen bekommen, was frühe Werbemaßnahmen ermöglichte. Auch habe es sich ausgezahlt, das Programm wie im Vorjahr in die Sommerferien hineinlaufen zu lassen und immer wieder spielfreie Tage einzulegen – zumal dank Wetterglück die stärksten Regengüsse gerade an diesen Pausentagen gefallen seien.

Auch Newcomer wie die Sängerin Moonlight Benjamin fanden viel Zuspruch. | Foto: Fink

Das Festival bot prominente Gäste aus Rock, Pop, Jazz und Weltmusik, wie etwa Joe Jackson, Habib Koité, Tina Dico oder Gilberto Gil. Aber auch die Auftritte von Newcomern seien gut besucht gewesen. Weiterhin trage der Biergarten mit Strandatmosphäre nachweislich zur Anziehungskraft bei, so Belschner.

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Vorteilhaft sei zudem die Infrastruktur: „Wir können die meisten Veranstaltungen mit hauseigener Technik meistern, und wir bieten zwar namhafte Künstler, sind bei einer Kapazität von höchstens 1.500 Besuchern aber nicht auf kostenintensive Stars angewiesen“, erklärt Belschner. „Das erlaubt uns, die Ticketpreise moderat zu gestalten.“

Moderate Preise beim Zeltival

Für den Abschluss-Act Gilberto Gil beispielsweise bezahlte man in Karlsruhe fast durchweg weniger als in München oder Hamburg. In Karlsruhe kosteten die Tickets durchweg rund 40 Euro. In der Elbphilharmonie reichten die Kategorien von 40 bis 90 Euro. Beim Jazzsommer im Bayerischen Hof waren an der Abendkasse sogar bis zu 110 Euro fällig.

Schon früh ausverkauft war das Konzert der US-Bluesrockröhre Beth Hart. | Foto: Fink

Zwar seien beim Zeltival auch die hochpreisigen Konzerte oft schnell ausverkauft, etwa in diesem Jahr Beth Hart oder 2018 Jeff Beck, der mit rund 60 Euro den bisherigen Zeltival-Preisrekord aufstellte. Aber, so Belschner: „Uns liegt weniger daran, mit einem Konzert möglichst viel einzunehmen, als daran, den Leuten den Besuch eines zweiten oder dritten Konzerts zu ermöglichen.“

Es waren nie weniger als 400 Besucher bei den Konzerten

Im Durchschnitt lagen die Preise in diesem Jahr bei knapp 28 Euro. Das mag dazu beigetragen haben, dass etliche Abende ganz oder nahezu ausverkauft waren. Pro Abend waren im Durchschnitt rund 900 Besucher anwesend – so viele wie nie zuvor beim Zeltival.

Und selbst das „schlechtbesuchteste“ Konzert im Rekordjahrgang 2019, ein hochkarätiger Abend mit dem Jazztrio Rymden, haben rund 400 Besucher genossen.