Anlaufstelle für Gründer: Der „EXI Gründungsgutschein 2.0“, vorgestellt von David Hermanns, Gabriele Luczak-Schwarz, Katrin Schütz, den Gründern Sebastian Zankner, Kalpana Padmanabhan und Iris Schwenk sowie Matthias Hornberger (von links).
Anlaufstelle für Gründer: Der „EXI Gründungsgutschein 2.0“, vorgestellt von David Hermanns, Gabriele Luczak-Schwarz, Katrin Schütz, den Gründern Sebastian Zankner, Kalpana Padmanabhan und Iris Schwenk sowie Matthias Hornberger (von links). | Foto: Jörg Donecker

EXI Gründungsgutschein 2.0

Starthilfe in die Selbstständigkeit

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Erfolgreich abgeschlossenes Studium und mehrere Jahre Berufserfahrung reichten für Kalpana Padmanabhan nach der Geburt ihrer beiden Kinder nicht, um wieder in ihren alten Beruf einzusteigen. „Ich musste mir ein großes Netzwerk aufbauen, um in Karlsruhe Fuß zu fassen“, erzählt die Unternehmensberaterin. Dadurch entstand die Idee, sich selbstständig zu machen, und der Kontakt zum Beratungsangebot „EXI Gründungsgutschein“ der Karlsruher Gründerallianz.

„Ich habe einen Termin ausgemacht und dann war ich ganz schnell im EXI-Gründungsgutschein drin“, erzählt Padmanabhan am Freitag auf der Pressekonferenz im Cyberforum anlässlich des Starts der zweiten Runde des Förderprogramms. Seit Januar 2018 unterstützt sie mit ihrer Firma Indea Services indische Firmen dabei, sich in Karlsruhe anzusiedeln.

Kostenlose Erstberatung für Start-ups

Der „EXI Gründungsgutschein 2.0“ bietet, gefördert durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds sowie des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, eine kostenlose Erstberatung für Start-ups, Gründer und Selbstständige in der Technologieregion Karlsruhe an. Jährlich finden so mehr als 350 Beratungen mit Experten des Cyberforums statt. „Eine professionelle Begleitung in der Gründungsphase ist das Fundament für eine erfolgreiche Selbstständigkeit“, erklärt Katrin Schütz, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium des Landes. So könnten frühzeitig Informationsdefizite beseitigt werden, die später zu großen Problemen führen könnten und eine Hauptursache für das Scheitern von Gründungen seien.

„Karlsruhe ist seit jeher eine Gründerstadt“, so Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, „Unser Gründer holte damals die Fachkräfte nach Karlsruhe, indem er ihnen ein kostenloses Grundstück, Holz und Sand sowie 15 Jahre Steuerfreiheit anbot.“ Auch heute fänden Gründer in der Technologieregion Karlsruhe, dem „badischen Silicon Valley“, ein starkes Netzwerk, das sich auch auf Baden-Baden, Bruchsal, Bühl, Ettlingen und Rastatt erstrecke.

Cyberforum knüpft Kontakte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Davon profitieren auch die Gründer von „Heisenberg Quantum Simulation“, die Algorithmen zur Vorhersage von Materialeigenschaften entwickeln. „Das Netzwerk des Cyberforums hat uns sehr geholfen, gerade als Gründer aus der Wissenschaft, die eher wenige Kontakte zur Wirtschaft haben“, sagt Iris Schwenk, die zusammen mit Sebastian Zankner gegründet hat.

Für die Erstberatung mit dem EXI Gründungsgutschein kommen aber nicht nur typische Start-ups infrage, das Förderprogramm steht branchenübergreifend und auch etwa für Selbstständige im Nebenerwerb oder für Migranten zur Verfügung. Gerade für weibliche Gründer sei die Unterstützung durch den EXI Gründungsgutschein sehr gut, sagt Unternehmensberaterin Kalpana Padmanabhan: „Ich mache weiter, und ich freue mich.“