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Der Neubau des Wildparkstadions verzögert sich | Foto: Jörg Donecker

Mentrup setzt auf Gespräche

Sparkurs beim Wildparkstadion

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Wie steht es denn nun um das Dauersorgenkind Neubau des Wildparkstadions ? Wird die neue KSC-Arena länger auf sich warten lassen oder mickriger ausfallen? Ein Tag nach der recht nebulösen Mitteilung der Stadt wollte OB Frank Mentrup auch am Freitag die Nebelschwaden nicht auflösen. Details zu den eingegangenen Firmenangeboten für den Bau des Multi-Millionen-Projekts, die jetzt Wellen schlagen, blieben mit Blick auf Wettbewerbsbeschränkungen und Vergabeordnungen außen vor. Ergebnis der Verhandlungen der vergangenen Wochen war offenbar, dass die finanziellen Vorstellungen der Stadt mit den Vorschlägen der Baukonzerne nicht zusammenpassen. Dies hatte die Stadt am Donnerstag mitgeteilt. Eins ist weiterhin gewiss, so Mentrup: „Das Stadion darf nicht teurer werden und dem KSC muss ein wirtschaftlicher Betrieb ermöglicht werden.“

Unklarheit über Baubeginn

Über alles andere, Bauzeit, Bauabläufe und Bauqualität, müsse aber mit Verein und Bietern neu
gesprochen werden, sagte er gegenüber den BNN. Ob das  neue Wildparkstadion deswegen später an den Start gehe, deutlich an Komfort einbüße oder vom Neubau bei laufendem Spielbetrieb abgerückt werden müsse, stehe in den Sternen. Bekanntlich sind für das Gesamtprojekt samt Infrastrukturmaßnahmen 113 Millionen Euro veranschlagt, 75 Millionen davon für das eigentliche Stadion. „Auf jeden Fall verschiebt sich der Terminplan für die Ausschreibung“, so Mentrup. Nach Abschluss der Gespräche will die Stadt die Öffentlichkeit ausführlich über den neuesten Stand zum Wildparkstadion informieren. Nach bisherigem Zeitplan war für die Spielzeit 2020/21 bereits die Eröffnung des neuen Stadions vorgesehen. KSC-Präsident Ingo Wellenreuther hatte sich überrascht gezeigt, dass die Stadt zu diesem Zeitpunkt damit an die Öffentlichkeit geht, setzte aber auf weitere Gespräche.

Fraktionen halten Kurs  bei Wildparkstadion

Bei den wesentlichen kommunalpolitischen Unterstützern des Bauprojekts, den beiden großen Gemeinderatsfraktionen von CDU und SPD, sieht man keinen Anlass zu irgendwelchen hektischen Reaktionen. „Wir sollten einfach mal die nächsten Termine im Bieterverfahren abwarten,“ sagt CDU-Fraktionschef Tilman Pfannkuch gegenüber den BNN. Man wisse doch noch gar nicht wohin die Reise geht. „Auch für uns ist klar, dass der Kostenrahmen einzuhalten ist.“ Man habe bisher den Eindruck, dass die Fachleute doch gut zusammenarbeiteten. Wenn sich die Umstände veränderten, dann müssten sich auch die Konditionen ändern. „Doch zurzeit gibt es keine Veranlassung zu Spekulationen.“ Auch für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Parsa Marvi ist klar, dass an dem finanziellen Rahmen festzuhalten ist. „Die Stadt handelt völlig richtig, wenn sie daran festhält.“ Nun müsse man miteinander reden. Für Marvi ist die sogenannte „Funktionale Leistungsbeschreibung (FLB)“ für das neue Stadion „nicht so in Stein gemeißelt, dass man diese nicht optimieren kann“. Die FLB ist gemeinsam zwischen KSC und Stadt verhandelt und regelt sehr genau, was das neue Stadion bieten muss. Andere Städte schafften es doch auch, für 75 Millionen Euro ein Stadion zu bauen, so Marvi.
Die Linke im Gemeinderat, immer schon scharfer Gegner des Projekts, hat die Stadt nun zum Abbruch des „verfahrenen Projekts“ aufgefordert. Ein neues Stadion müsste im wesentlichem vom Profifußball finanziert werden, so die Stadträte Niko Fostiropolous und Sabine Zürn.