TV-Team im Einsatz: An diesem Donnerstag wurde in der Waldstadt für den aktuellen Schwarzwald-Tatort gedreht. | Foto: jodo

TV-Team in der Stadt

Tatort Karlsruhe

„Und…bitte!“ Karlsruhe doubelt mal wieder, dieses Mal den Schwarzwald. An diesem Donnerstag fiel in der Fächerstadt die Klappe für den neuen Schwarzwald-Tatort. Gedreht wurde in einer Privatwohnung in der Waldstadt. Schon Tage vorher war der Bereich in der Marie-Curie- und der Erasmusstraße großflächig abgesperrt. Und auch wenn es für die Bürger nichts zu sehen gibt: „Das muss leider so sein“, sagt Pressesprecherin Annette Gilcher entschuldigend. Das Team fährt schließlich mit großer Technik heran, da braucht es ausreichend Platz zum Parken.

Zwei Drehtage in der Fächerstadt

Für den mittlerweile dritten Tatort aus dem Schwarzwald mit dem Arbeitstitel „Damian“ sind zwei Drehtage in der Fächerstadt anberaumt. Nach den Aufnahmen in der Waldstadt soll laut Annette Gilcher Ende des Monats auch in der Haid-und-Neu-Straße gefilmt werden. Ermitteln wird in „Damian“ neben Eva Löbau dieses Mal übrigens der Schauspieler Carlo Ljubek, da Hans-Jochen Wagner wegen einer Krankheit ausfällt. „So kurzfristig war der Dreh leider nicht mehr zu verschieben“, erklärt Gilcher. Und wie wird Wagners Ausfall im „Tatort“ erklärt? „Da ist er dann ganz einfach auch krank“, sagt die Pressesprecherin.

Eigentlich ermitteln sie gemeinsam, dieses Mal muss Eva Löbau aber auf Hans-Jochen Wagner verzichten. Er fällt wegen Krankheit aus… | Foto: SWR
…und wird durch Schauspieler Carlo Ljubek ersetzt. Ende des Monats wird übrigens noch einmal in Karlsruhe gedreht. | Foto: dpa

Im aktuellen Fall geht es um einen Jurastudenten (Damian), der in den Fokus der Ermittler gerät. Aufklären müssen die Kommissare Franziska Tobler und Luka Weber (Ljubek) gleich drei Morde, zum einen den Doppelmord an einem Tennislehrer und seinem Schüler. „Und dann taucht plötzlich noch eine Brandleiche auf“, sagt Pressesprecherin Gilcher. In der Wohnung in der Waldstadt werden Verdächtige befragt.

Karlsruhe liegt geschickt

Karlsruhe ist immer wieder bei sämtlichen Tatort-Produktionen des SWR dabei. In der Fächerstadt ermittelten in den vergangenen Jahren schon die Ludwigshafener Kommissarin Lena Odenthal, das Stuttgarter Team Lannert und Bootz sowie die Ermittler des nun eingestellten Bodensee-Tatorts, Klara Blum und Kai Perlmann. „Karlsruhe liegt geschickt und unser Team kennt sich hier sehr gut aus“, erklärt Gilcher.
Und die Stadt mutiert dann schon mal zum Schwarzwald – wie auch dieses Mal. Nach „Goldbach“ und „Sonnenwende“ (Ausstrahlung am 13. Mai) ist „Damian“ bereits der dritte Fall für die Schwarzwald-Ermittler. Der Ausstrahlungstermin steht momentan noch nicht fest, laut Annette Gilcher wird es wohl Ende des Jahres werden. Karlsruhe spielte im ersten Schwarzwald-Tatort auch eine Rolle, gedreht wurde damals in einer Lagerhalle.

„Das Mädchen Galina“

Darüber hinaus gibt es bereits unzählige Auftritte der Fächerstadt im Tatort. Einer, der vielen Karlsruhern noch im Gedächtnis sein dürfte, ist „Das Mädchen Galina” vom 22. Juni 2009. Offiziell war dieser Fall des Ermittlerteams Lannert und Bootz in Stuttgart angesiedelt, mehrere Szenen wurden aber in der Discothek „Topsy Turvy“ und in einem Hochhaus in Rüppurr gedreht. Die „Leiche” war damals übrigens eine Durlacherin. Auch Richy Müllers brauner Porsche war beim Dreh in Karlsruhe mit dabei.

„Carpe Diem“, „Gold“ und „Coffee Boxx“

Die Stuttgarter ermittelten auch schon in Karlsruher Kneipen, etwa im „Carpe Diem“ auf dem Gutenbergplatz. Das „Gold“ in der Oststadt hatte am 26. Mai 2013 im Stuttgarter Tatort „Spiel auf Zeit“ eine Rolle, hieß hier allerdings „Café Golda“. Eine weitere Szene spielte in der „Coffee Boxx“ in der Moltkestraße. Auch die Ludwigshafener Ermittlerin Lena Odenthal war häufig in Karlsruhe im Einsatz: Sie drehte schon auf dem Hauptfriedhof, an der Hirschbrücke oder in der Kaiserstraße.

In einem weiteren Stuttgarter Tatort, der im Februar 2015 zu sehen war, fuhr in einer Szene eine Karlsruher Stadtbahn durchs Bild. Das war manchem (schwäbischen) Zuschauer dann aber zu viel des Guten…