In den kühlen Monaten November bis März soll die Bioton­ne ­zu­künf­tig alle zwei Wochen (statt wöchent­lich) geleert werden. | Foto: Peter Steffen

Start ab Februar 2019

Biotonne-Testphase in Karlsruhe: 14-tägliche Abholung in den kühlen Mo­na­ten

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In den kühlen Monaten November bis März soll die Bioton­ne ­zu­künf­tig alle zwei Wochen (statt wöchent­lich) geleert werden. Den geänderten Abhol­tur­nus wird das Amt für Abfall­wirt­schaft (AfA) zunächst ab Februar 2019 bis Ende März 2020 versuchs­wei­se ­stadt­weit testen. Während der wärmeren Jahres­zei­ten (April bis Ok­to­ber) bleibt es bei der wöchent­li­chen Abholung der Biotonnen.

Damit setzt die Verwaltung einen inter­frak­tio­nel­len ­Prü­fungs­auf­trag um. Mitte 2020 soll das Pilot­pro­jekt evalu­ier­t wer­den.

Behördennummer 115 hilft

Bürgern, die bereits jetzt abschätzen können, dass ihnen ihre Biotonne während der Testphase beim zwei­wö­chent­li­chen Abhol­rhyth­mus nicht ausreicht, empfiehlt das AfA, das Behäl­ter­vo­lu­men anzupassen. Für die Biotonne wird keine zu­sätz­li­che Gebühr erhoben. Sie ist in den Größen 80, 120 und 240 Liter erhältlich. Hausei­gen­tü­mer und Hausver­wal­tun­gen können ­neue Tonnen bestellen oder den Bestand unter Angabe der Stadt­werke-Kunden­num­mer anpassen: Telefo­nisch unter der Be­hör­den­num­mer 115 oder im Internet. Bürger, die zur Miete wohnen, sollten sich an ihre Hausver­wal­tung wenden.

Umstellung im Februar

Die Umstellung auf den zweiwö­chent­li­chen Abhol­tur­nus erfolgt ab Februar stadtweit. Das AfA rechnet in den kommenden Wochen mit vielen Anpas­sungs­wün­schen. Der veränderte Abhol­rhyth­mus er­mög­licht dem AfA einen optimier­ten Perso­nal­ein­satz und sorgt für stabile Abfall­ge­büh­ren. Auch die Umwelt wird entlastet: Weniger Müllfahr­zeuge im Straßen­ver­kehr verringern den Schad­stof­faus­stoß und die Lärmbe­las­tung.

Infor­ma­tio­nen zur Testphase sowie Tipps zum Umgang mit Bio­ab­fäl­len können die Bürger dem Infoblat­t „Test­phase Biotonne“ entnehmen, das in den nächsten Wochen an alle Haushalte verteilt wird. Weitere Informa­tio­nen gibt es au­ßer­dem telefo­nisch über die Behör­den­num­mer 115.

Plastik­tü­ten gehören nicht in die Bio­tonne

Nicht alles, was in der Biotonne landet, gehört auch tatsäch­lich dort­hin. Insbe­son­dere Folien, Kunst­stoffe und Plastik­tü­ten ­ge­hö­ren nicht in die Biotonne.

Probleme bereitet der Kunststoff vor allem bei der weite­ren ­Ver­ar­bei­tung in den Bioab­fall­ver­gä­rungs­an­la­gen. Er lässt sich in den Anlagen nicht zu Methangas und Kompost umwandeln und muss daher vor der Verar­bei­tung mechanisch abgesiebt und in einer ­Müll­ver­bren­nungs­an­lage entsorgt werden. Ein Teil der Fremd­stof­fe ­ver­bleibt im Bioabfall. Bei zu hohem Fremd­stoffan­teil darf der Reif­kom­post nicht auf landwirt­schaft­li­che Nutzflä­chen ­aus­ge­bracht werden.

Keine Tüten aus kompos­tier­ba­rem ­Bio­kunst­stoff

Auch die Tüten aus kompos­tier­ba­rem Biokunst­stoff, die in den Dro­ge­rie- und Super­märk­ten angeboten werden, sind für die Bio­tonne in Karlsruhe nicht geeignet. Sie müssen, genau wie die Plastik­tü­ten, mechanisch entfernt werden. Verblei­bende Tütenreste rotten nicht schnell genug und mindern ­die Kompostqua­li­tät.

Alter­na­tive: Zeitungen und Papier­tü­ten

Das Amt für Abfall­wirt­schaft (AfA) empfiehlt, die Bioabfälle in Zei­tungs­pa­pier einzu­wi­ckeln oder Papier­tü­ten zu verwenden. Kleine Kunst­stoff­be­häl­ter für die Küche, um den Bioabfall zu sammeln, sind beim AfA in der Ottostraße 21 für 2,50 Euro pro Stück erhältlich. (bnn/pm)

Dazu hat die Stadt Karlsruhe ein Infoblatt herausgegeben. Weitere Tipps im Umgang mit der Biotonne gibt es hier.