Vor seinem Flug wollte ein Mann gerade eben noch zwei Flaschen Wein leer trinken. Das hat nun aber vermutlich sehr teure Folgen für ihn. | Foto: Adobe Stock / Mariyana M

Teure Weinprobe

Vom Wegwerfen und Austrinken

Bald beginnt sie wieder, die Zeit der Open-Air-Festivals. Und mit ihr der Ärger über pingelige Ordner und manch unverständliche Regelung. Natürlich ist es vernünftig, wenn in unruhigen Zeiten wie diesen keine riesigen Rucksäcke mehr auf dem Gelände erlaubt sind. Selbst das Verbot von Wasserflaschen ist irgendwie noch nachvollziehbar. Es könnte sich ja statt Wasser eine gefährliche Flüssigkeit in der Flasche befinden.

Da blutet das Herz

Dass man aber bei vielen Veranstaltungen schon seit Jahren nicht mehr sein eigenes Vesper mitbringen darf, ist schon starker Tobak. Wer einmal mitansehen musste, wie vor dem Eingang eines Festival-Geländes liebevoll geschmierte Leberwurstbrote, leckere Butterbrezeln, köstliche Käsestullen und fein garnierte Nudelsalätchen in die Mülltonne befördert wurden, dem blutet fürwahr das Herz. Am liebsten würde man an Ort und Stelle all die Brote, Brötchen und Brezeln in sich hineinstopfen. Wozu haben wir schließlich als Kinder gelernt, dass man Essen niemals wegwerfen darf?

Strenge Kontrollen

Noch einen Tick strenger als bei Musikveranstaltungen geht’s in den Flughäfen zu. Auch das ist nachvollziehbar, denn kein Passagier würde sich wohlfühlen, wenn sein Nebensitzer während des Flugs plötzlich mit einem Wanderstock, einem Baseballschläger oder einem Klappmesser herumspielen würde. Bestimmte Flüssigkeiten sind zwar erlaubt – aber nur bis zu einer Menge von 100 Millilitern.

„Der Wein darf nicht mit“

Das hatte sich offensichtlich nicht bis zu einem 67-jährigen Baden-Württemberger herumgesprochen, der vor wenigen Tagen von Frankfurt nach Bangkok fliegen wollte. In seinem Handgepäck wurden bei der Sicherheitskontrolle zwei Flaschen Wein entdeckt. Einfach so im Müll entsorgen wollte der Mann den Rebensaft aber nicht, also trank er die zwei Flaschen einfach an Ort und Stelle leer. Als er anschließend am Flugsteig ankam, war er allerdings so betrunken, dass sich die Fluggesellschaft weigerte, ihn an Bord zu lassen. Was wiederum dem Passagier nicht gefiel.

Teure Sparsamkeit

Laut Bundespolizei öffnete er eine Sicherheitstür. Flughafenmitarbeiter mussten verhindern, dass er auf das Rollfeld ging und alarmierten die Bundespolizei. Jetzt droht dem Schnelltrinker laut Bundespolizei ein Bußgeld von bis zu 10 000 Euro. In diesem Falle wäre der Ausdruck „teurer Tropfen“ also tatsächlich mal angebracht.