Mitfiebern und Feiern gehört bei der Fußball-WM dazu. Die Polizei gibt Ratschläge, damit das ganze ohne Gesetzesbrüche klappt. | Foto: Foto: Caroline Seidel/Archiv

Kein Alkohol am Steuer

Polizei gibt Tipps zum WM-Feiern

Heute startet die Fußball-WM in Russland. Das erste Spiel der deutschen Elf wird am Sonntag angepfiffen – Gegner ist Mexiko. Auch unter den Polizisten gibt es offensichtlich viele Fußballfans: In einer offiziellen Pressemitteilung wünscht sich die Behörde „spannende Spiele und (hoffentlich) viele Siege“.
Die Mitteilung der Polizei ist aber nicht nur Ausdruck von Fußball-Vorfreude: Sie gibt Hinweise, wie gesetzeskonform gejubelt wird – damit ein feucht-fröhlicher Abend beim Public Viewing nicht in der Ausnüchterungszelle, ohne Führerschein, oder, noch schlimmer, im Krankenhaus endet.

Regelkonform feiern

Eines ist klar: Wer unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen steht, gehört nicht ans Steuern. So einfach, so logisch. Auch, wenn Deutschland 10:0 gewinnen sollte und der Autokorso noch so verlockend sein mag. Und auch beim schönsten Sieg gilt: Sicherheitsgurt im Auto und Helm auf dem Motorrad sind Pflicht. Wenn Freunde mitfahren wollen, muss laut Polizei darauf geachtet werden, ob sie für die „Teilnahme am Straßenverkehr geeignet“ sind. Zudem dürfen Autos auch nicht überladen werden: Für jeden Passagier muss ein Sicherheitsgurt verfügbar sein, danach ist Schluss.

So klappt das Fahnenschwenken

Beim Jubeln im Auto gilt: Nicht auf die Autodächer sitzen, nicht aus dem Auto lehnen und Fahnen so schwenken, dass Passanten oder andere Verkehrsteilnehmer nicht verletzt werden können. Und last but not least: Nicht jeder Mensch ist Fußballfreund: „Nehmen Sie bitte auch Rücksicht auf Anwohner, die möglicherweise nicht in Feierlaune sind und vermeiden Sie übermäßigen Lärm“, rät die Polizei.

Klar: Kein Alkohol am Steuer

Wer mit Alkohol als Führer eines Autos, eines Motorrads oder Fahrrads erwischt wird, muss wissen, dass die Polizei auch nach einem noch so grandiosen Sieg der eigenen Mannschaft garantiert kein Auge zudrückt. Nicht vergessen: Bei Fahrfehlern oder Unfällen ist der Führerschein schon ab 0,3 Promille in Gefahr. Für Führerscheinneulinge in der Probezeit sowie für alle Fahrer unter 21 Jahren gilt sogar die Null-Promille-Grenze. Die Polizei rät, früh abzuklären, wer Fahrer ist und wer trinken darf. Wenn es nicht anders geht, sollen angetrunkene Fans eben auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis zurückgreifen.

Fanschmuck am Auto

Mit zunehmender Euphorie nimmt auch die Farbenvielfalt auf den Straßen zu. Fans schmücken ihre Vehikel in den Farben ihrer Lieblingsmannschaft. Aber ist das erlaubt? Grundsätzlich gilt: Fanartikel am Auto sind in Ordnung, solange sie nicht die Sicht des Fahrers einschränken oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Die weit verbreiteten Fähnchen sind für hohe Geschwindigkeiten nicht geeignet, meldet die Polizei, deshalb müssten sie beispielsweise vor dem Befahren der Autobahn abgenommen werden. Der Fahrer muss sicherstellen, dass sich Anbauteile unterwegs nicht lösen, sonst kann er im Schadensfall dafür verantwortlich gemacht werden. Die „Überzieher“ für die Seitenspiegel sind nur erlaubt, wenn dadurch kein Blinker verdeckt wird.

„Gut Vorbereitet“

Joachim Metzger, verantwortlich für die neun Polizeireviere im Präsidiumsbereich Offenburg, fühlt sich für die Großveranstaltung und die Public-Viewings, Autokorsos und Feierlichkeiten  im Ortenaukreis, dem Landkreis Rastatt und dem Stadtkreis Baden-Baden mit seiner Mannschaft gut aufgestellt: „Meine Kolleginnen und Kollegen sind für die anstehenden Fußballfeste gut vorbereitet. Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten haben auf den Veranstaltungen nichts verloren, dafür stehen wir ein“, sagt der Leitende Polizeidirektor.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg werden Public Viewings mit bis zu 7.000 Fans erwartet. Public-Viewing Die größten Fanfeste gibt es dort in Achern, Offenburg, Lahr, Kehl und Rastatt. Die Polizei rechnet mit einem friedlichen Verlauf der Veranstaltungen, wenngleich von Einzelnen oder kleinen Gruppen Störungen nicht ausgeschlossen werden können. „Übermäßiger Genuss von Alkohol kann bei der Zusammenkunft von großen Menschenmengen oftmals zu Ärger führen. Dem werden wir mit aller Entschiedenheit entgegentreten“, so Metzger.

 

 

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110972/3970193