Klaus Kinkel
Für große Bestürzung im ganzen Südwesten hat am Dienstag die Nachricht vom Tod des früheren Außenministers Klaus Kinkel gesorgt. | Foto:  Julian Stratenschulte

Aschermittwoch in Karlsruhe

Tod von Klaus Kinkel: Große Bestürzung bei Landes-FDP

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Für große Bestürzung im ganzen Südwesten hat am Dienstag die Nachricht vom Tod des früheren Außenministers Klaus Kinkel gesorgt. Auch den Politischen Aschermittwoch der Landes-FDP in Karlsruhe wird der Tod des früheren Parteivorsitzenden und Abgeordneten für den Wahlkreis Karlsruhe mitbestimmen.

„Die Veranstaltung wird auf jeden Fall stattfinden“, sagte Julian Schröder, stellvertretender Pressesprecher bei der baden-württembergischen FDP, auf BNN-Anfrage. Im Brauhaus 2.0 in der Egon-Eiermann-Allee in Karlsruhe sollen neben dem FDP-Landesvorsitzenden Michael Theurer auch der Fraktionsvorsitzende im Landtag, Hans-Ulrich Rülke, und Linda Teuteberg, Mitglied des Bundesvorstands, sprechen.

Klaus Kinkel, ein gebürtiger Schwabe, hatte seinen Wahlkreis in Karlsruhe, saß zwischen 1994 und 2002 für die Fächerstadt im Bundestag. Der Wahl-Sankt-Augustiner galt als KSC-Fan, war Ehrenmitglied.

Auch die Landesgeschäftsstelle der FDP in Stuttgart habe die traurige Nachricht völlig unvorbereitet erwischt, so Pressesprecher Julian Schröder weiter. Im Kollegenkreis herrsche große Bestürzung: „Die Älteren kannten Kinkel alle persönlich und sind sehr betroffen.“ Mit Kinkel als Gast beim Politischen Aschermittwoch habe man jedoch nicht gerechnet. Ihm soll es zuletzt nicht gut gegangen sein, so Schröder.

Er geht davon aus, dass die Redner der Veranstaltung auf Klaus Kinkel eingehen werden. „Wir werden ein Foto von ihm aufstellen, zur Erinnerung“, sagte der Pressesprecher, alles weitere werde gerade in der Geschäftsstelle besprochen.

Rülke: Wichtiger Ratgeber auch in Pforzheim

Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag sowie im Pforzheimer Gemeinderat, hatte die Nachricht am frühen Dienstagmorgen vom Bundesvorsitzenden Christian Lindner selbst erreicht. „Der Tod von Klaus Kinkel hat mich tief berührt, da er mir über viele Jahre ein wichtiger Ratgeber gewesen ist, dessen Weg auch immer wieder nach Pforzheim führte“, so Rülke.

Gedacht werden soll Kinkel am Politischen Aschermittwoch, die Veranstaltung zu einer Trauerfeier umzugestalten oder gar ganz abzusagen, wäre aber nicht im Sinn des früheren Parteivorsitzenden gewesen, so Rülke weiter: „‚Mensch Leit, machet bloß koine Umschtänd wäge mir‘, hätte er gesagt.“