Zum ersten Mal auf der Vor-Fest-Bühne steht heute Newcomer Toni. | Foto: Rake Hora

Newcomer auf dem Vor-Fest

Toni ist Songwriter mit Herzblut

Anzeige

Auf dem Vor-Fest werden Träume wahr: Wo Toni früher noch den Profis auf der Bühne zujubelte, steht er heute selbst vor Publikum. Denn neben altbekannten Bands spielen hier auch Newcomer. Die Cafébühne bietet Nachwuchskünstlern die Chance, musikalischer Programmpunkt beim Event in der „Klotze“ zu sein.

Toni gewann den Offerta Music Award 2016

„Den Musikern beim Vor-Fest schaue ich schon seit Jahren als Zuschauer genau auf die Finger“, erzählt Toni. Jetzt selbst hier mit seiner Band zu stehen, darauf freut er sich ganz besonders. Bei dem Offerta Music Award 2016 setzte sich der 20-Jährige gegen knapp 300 Mitstreiter durch. Die Voraussetzung war es, eigene Lieder zu schreiben, zu spielen und zu singen.

Als Preis darf der Singer-Songwriter nun auf der Cafébühne auftreten. „Die Entwicklung seit dem Wettbewerb ist sehr groß“, berichtet der Karlsruher. Die Gewinner-Songs habe es davor schon gegeben. „Seither schreibe ich aber noch mehr und trete öfter mit meinen eigenen Sachen auf“, sagt er stolz.

Bereits für Schlagzeug und Klavier gelernt

Eine große Rolle spielte die Musik in seinem Leben schon lange vor dem Award. „Ich habe schon früh Schlagzeug und Klavier gelernt“, spricht Toni über seine Leidenschaft. Gitarre spielen hat er sich selbst beigebracht, ebenso wie das Singen.

Newcomer lernte das Singen beim Autofahren

„Beim Gesang ist es am wichtigsten, sich selbst zuhören zu können“, glaubt der Autodidakt. Man müsse selbstkritisch sein und erkennen, ob man richtig oder falsch singe. Auch auf langen Autofahrten merke man schnell: „Oh, das war gar nicht so schlecht.“

Dabei helfe natürlich auch das Umfeld, meint Toni. „Du brauchst auch andere, die dir sagen: Junge, du singst schief“, schmunzelt der Musiker. Bei ihm übernehmen diesen Part seine Familie und vor allem die Band. „Von denen lass ich mir auch was sagen“, gibt er zu. Denn gerade die wüssten musikalisch besser Bescheid als er selbst.

Ich mache mit Herzblut Musik.

Derzeit studiert Toni Sport und Politik auf Lehramt. Es sei manchmal schwierig, zeitlich alles auf die Reihe zu bekommen. „Ich mache mit Herzblut Musik und nehme alles mit, was geht.“ Zuletzt war er mit seiner Band auf einer Streetfood-Tour gewesen und habe dort für die musikalische Untermalung gesorgt. Auch bei kleineren See-Festen sei er aufgetreten.

Auf dem Vor-Fest spielt er nur eigene Songs

In der „Klotze“ spielte er am Abend nur Songs, die aus seiner eigenen Feder stammen. Blasinstrumente sorgten dafür, dass die Lieder musikalisch noch mehr Kraft bekommen. Bei den Besuchern, die sich bereits frühzeitig auf dem Rasen vor der Bühne ein schattiges Plätzchen gesucht haben, kommt die Musik gut an. „Mir macht es Spaß, mit so vielen unterschiedlichen Künstlern meine Songs zu arrangieren“, sagt der 20-Jährige über die Arbeit mit seiner acht-köpfigen Band.

Für Nachwuchsmusiker, die selbst einmal gerne den Sprung auf die große Bühne schaffen möchten, hat Toni abschließend einen ganz einfachen Tipp: „Man muss einfach dranbleiben.“ Es sei besonders wichtig, sich auch Kritik von Freunden oder Bekannten zu holen. Die bringen einen in der musikalischen Entwicklung weiter.

Rockmusik heizt dem Publikum ein

Neben Toni und seiner Band, die sich nach dem Auftritt zum Teil noch ins Publikum mischen und das ein oder andere Autogramm geben, stehen am Mittwochabend auch „Voodoo Kiss“ auf der Cafébühne. Die Künstler, die kurzfristig eingesprungen sind, wandeln auf den Spuren von Jimi Hendrix. Mit ihren Bluesrock-Songs von Led Zeppelin bis ACDC wissen sie das Publikum zu überzeugen. Rockmusik der Meisterklasse schallt mit dumpfen Bässen und schnellen E-Gittaren-Soli über die Günther-Klotz-Anlage.

Den Schlusspunkt unter einen sprichwörtlich heißen musikalischen Abend setzt „When Neil Was Young“. Auch dieser Auftritt steht ganz im Zeichen der Rockmusik. So schaffen es die Veranstalter einmal mehr, ein rundes Programm auf die Beine zu stellen, das Lust macht auf Das Fest, welches am Freitagabend zur Freude vieler Besucher endlich beginnt.

Etwas weniger Besucher bei Temperaturen über 30 Grad

Die Veranstalter sind mit dem Verlauf des Abends sehr zufrieden. „Auch wenn ich persönlich den Eindruck habe, dass heute etwas weniger Besucher da sind als an den beiden vergangenen Tagen“, sagt Klaus-Peter Weber. „Viele waren bisher fast an jedem Abend hier. Vielleicht will der ein oder andere heute auch einfach mal in seiner kühlen Wohung bleiben.“