Lagebesprechung in Zeiten des Coronavirus: Co-Trainer Zlatan Bajramovic, Athletiktrainer Florian Böckler, Chefcoach Christian Eichner und Torwarttrainer Markus Miller (von links).
Lagebesprechung in Zeiten des Coronavirus: Co-Trainer Zlatan Bajramovic, Athletiktrainer Florian Böckler, Chefcoach Christian Eichner und Torwarttrainer Markus Miller (von links). | Foto: GES

Abstand muss gewahrt bleiben

Trainingsstart trotz Coronavirus: KSC-Profis üben in Vierergruppen

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An diesem Donnerstagmorgen hat auch für die Profis des Fußball-Zweitligisten KSC die Zeit der beruflichen Einsamkeit wegen des Coronavirus ein Ende. Für neun Uhr hat das Team um Chefcoach Christian Eichner die Spieler zum ersten Mannschaftstraining seit dreieinhalb Wochen in den Wildpark einbestellt.

Die Ausnahmegenehmigung durch das baden-württembergische Sozialministerium für die Berufsfußballer macht‘s möglich, dass die Karlsruher Kicker ihr Fitnessprogramm fortan nicht mehr allein absolvieren müssen – aber in Kleingruppen, mit mindestens eineinhalb Metern Abstand und unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Spielern die Verhaltensregeln angesichts des Coronavirus erläutert

Bereits am Mittwochnachmittag waren die Spieler wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Eichner, Sportchef Oliver Kreuzer und Mannschaftsarzt Marcus Schweizer wiesen die Spieler in kleinen Gruppen in die Verhaltensregeln und den geplanten Ablauf der Einheiten ein.

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Sie hätten „den Jungs noch ein Update und einen kleinen Input“ geben wollen, „vor allem medizinisch und rechtlich“, begründete Eichner den im Vergleich zur Konkurrenz späten Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining und befand: „Es war richtig, nicht von heute auf morgen anzufangen.“

KSC-Trainer tauschten sich auf der Haupttribüne aus

Zuvor hatte sich Eichner mit seinem Assistenten Zlatan Bajramovic, Athletiktrainer Florian Böckler und Torwarttrainer Markus Miller ausgetauscht – auf der Haupttribüne des Wildparkstadions und mit dem geforderten Sicherheitsabstand voneinander. Die Trainer besprachen das Prozedere.

Stationstraining mit jeweils vier Spielern

Angefangen wird in fünf Vierergruppen. In einer Art Stationstraining machen sich die ersten vier Spieler, die sich wie die anderen bereits in Trainingskleidung einzufinden und später in der eigenen Wohnung zu duschen haben, um 9 Uhr an die Arbeit.

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Nach einer halben Stunde zieht das Quartett weiter auf einen entfernten Bereich des Wildpark-Geländes zur zweiten Station und zum nächsten Trainer, derweil die zweite Gruppe an eins beginnt.

Sie freuen sich, wieder an die Kugel zu dürfen.

Christian Eichner, KSC-Trainer

Mit jeweils halbstündigem Abstand folgen dann die Gruppen drei bis fünf. Während Böckler Konditionsübungen verrichten lässt, steht bei den von Eichner und Bajramovic angeleiteten Einheiten die Arbeit mit Ball im Fokus.

„Sie freuen sich, dass sie wieder an die Kugel dürfen. Der Ball ist ja der Grund, diesen Sport zu treiben. Und sie freuen sich, dass sie sich mal wieder sehen können“, sagte Eichner.