Symbolbild | Foto: Silas Stein/Archiv/dpa

Karlsruhe

Trickbetrüger ergaunern Beute mit Falschgeld-Falle

Karlsruhe  Ein 61-Jähriger ist am Samstagmorgen in Karlsruhe Opfer hinterhältiger Trickdiebe geworden. Gegen 10 Uhr wurde er am Busbahnhof von einem falschen Polizeibeamten kontrolliert, der zuerst zum Schein seinen Komplizen kontrolliert hatte. Das teilt die Polizei Karlsruhe mit. Danach „kontrollierte“ der Betrüger den 61-Jährigen. Er ließ sich von dem Mann 500 Euro aushändigen, angeblich um zu untersuchen, ob es sich dabei um Falschgeld handeln könnte. Der 61-Jährige wurde misstrauisch, reagierte aber zu spät: Er konnte nur noch 300 Euro an sich nehmen, der falsche Polizist und sein Komplize flohen mit den restlichen 200 Euro in Richtung Zivildienstschule.
Eine sofort eingeleitete Fahndung in der näheren Umgebung verlief ohne Erfolg. Das Polizeirevier Karlsruhe-Südweststadt freut sich über Hinweise unter der Nummer 0721/939-4411.

Wie kann man sich vor falschen Polizisten schützen?

„Es kommt vor, dass Polizisten auf der Straße Falschgeld kontrollieren – aber nur, wenn ein dringender Verdacht besteht“, sagt Pressesprecher Florian Herr von der Karlsruher Polizei zu dem Vorfall. Außerdem würde dann derjenige kontrolliert, der das Geld vermutlich in Umlauf bringt – nicht jeder Passant, der möglicherweise Falschgeld in der Tasche mit sich herumträgt. „Richtige Polizisten haben immer Dienstausweise bei sich, um sich auszuweisen“, sagt Herr. Wenn man von Polizisten kontrolliert wird, sollte man nach dem Ausweis fragen. So können falsche Polizisten entlarvt werden.

Falschgeld? Ab zur Bank!

Und was kann man tun, wenn man mögliches Falschgeld im Geldbeutel entdeckt? „Zur Bank gehen“, rät Pressesprecher Herr. „Wir Polizisten erkennen schon einige Fälschungsmerkmale, aber die richtigen Experten sind bei der Bank.“