Jessica Göbel in ihrem Einzel in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle. Symbolbild | Foto: Rubner

Nächste Saison

TV Busenbach zieht sich aus der Tischtennis-Bundesliga zurück

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Die Verantwortlichen der Tischtennisabteilung des TV Busenbach haben entschieden, für die Saison 2020/21 keine Mannschaft mehr in der Ersten oder Zweiten Bundesliga zu melden. Damit endet am 3. Mai 2020 mit dem letzten Spiel in Berlin seine 23-jährige Zugehörigkeit zur Spitze des Damen-Tischtennis in Deutschland.

Die Gründe für den Rückzug sind mehrfach: An erster Stelle steht, dass die finanzielle Basis für eine Weiterführung des Bundesligaspielbetriebs nicht länger gegeben ist, so der Verein in einer Pressemitteilung. Die Sponsorenlandschaft hat sich über einen längeren Zeitraum hinweg trotz intensiver Bemühungen zurück entwickelt und eine deutliche Verbesserung ist nicht in Sicht.

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Rückgang bei Sponsoren

„Wir haben und hatten über eine lange Zeit treue und engagierte Sponsoren – dafür kann man nicht dankbar genug sein. Es sind aber nicht mehr ausreichend viele und wenn das nötige Geld fehlt, kann Spitzensport nicht überleben“, heißt es weiter.

Abnahme beim Interesse der Zuschauer

Beim Zuschauerinteresse verzeichnete der Verein in den letzten beiden Jahren eine deutliche Abnahme. Hier spielt die Konkurrenz aus anderen Sportarten im Raum Karlsruhe, aber auch im Tischtennis eine Rolle. Nach vielen Jahren in der Bundesliga ohne Meisterschaften und Pokale ist es schwierig geworden, Publikum für unsere Mannschaft zu begeistern. Selbst das Erreichen des Halbfinales 2018 hat nicht dazu geführt, dass „der gewisse Funke“, noch einmal um einen Titel mitspielen zu können, auf die Tischtennis-Fans in der Region übergesprungen ist. Dies ist auch an das Finanzielle geknüpft: „Unsere Mittel sind zu begrenzt, um noch einmal „vorne anzugreifen““, erklärt der TV Busenbach.

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Auf Helfer angewiesen

Nicht vergessen dürfe man, dass das Organisieren und Durchführen eines Bundesligaspielbetriebs im Verein immer auf eine ausreichende Zahl von Helfern angewiesen sei.

Darüber hinaus hätte sich die Tischtennisabteilung aus dem eigenen Verein mehr an Unterstützung gewünscht, heißt es weiter in der Meldung. Der Bundesligabetrieb sei nie so richtig in die Herzen gewachsen, sondern sei über die Jahre eher skeptisch begleitet worden. „Das bestätigte sich nicht zuletzt in der Absage an eine mögliche Übertragung des Bundesliga-Spielrechts an den ASV Grünwettersbach durch die Verwaltung“, so die Meldung weiter. Eine Chance auf Fortführung von „Damen Bundesliga-Tischtennis in der Region“ sei so verhindert worden.

Mannschaft ist informiert

Die Mannschaft wurde kürzlich von der Entscheidung des Vereins informiert. „Wir bedauern sehr, dass wir das Kapitel „Bundesliga in Waldbronn“ schließen werden, das 2005 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft seinen Höhepunkt fand“, erklärt der Verein. achen wird. Das fällt uns nicht leicht, aber die Realität zwingt uns leider zu diesem Schritt.

Sportlich will das Team sich mit erhobenem Haupt verabschieden: Das heißt, dass der  Verein alles daransetzen möchte, dass sportlich der siebte Platz und damit der Klassenerhalt erreicht wird.

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Noch drei Heimspiele

Die Zuschauer und Tischtennisfans der Region haben noch drei Mal die Gelegenheit, die Mannschaft in der TVB-Arena zu sehen und zu unterstützen: am 8. Februar gegen Schwabhausen, am 11. April gegen Anröchte und am 18. April gegen Bingen. Beim letzten Spiel vor heimischer Kulisse ist eine Abschiedsparty geplant.

BNN