Nicht ausreichend Beweise hat die Polizei gegen den Tatverdächtigen | Foto: dpa

Fahnder fehlen Beweise

Überfälle auf Frauen: Kein Haftbefehl gegen Tatverdächtigen

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Zweifel bei der Gegenüberstellung: Nach den nächtlichen Angriffen auf fünf Frauen beantragt die Justiz doch keinen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen, der sich am Vortag nach einer Öffentlichkeitsfahndung den Behörden gestellt hatte. „Unter Zugrundelegung der bisherigen Ermittlungsergebnisse lässt sich gegen ihn zwar ein einfacher Tatverdacht, nicht jedoch der für einen Haftbefehl erforderliche dringende Tatverdacht – also eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit der Täterschaft – begründen“, heißt es in der Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Zweifel bei der Gegenüberstellung

Wie berichtet, hatte sich der 22-jährige Student nach der Veröffentlichung von Überwachungsfotos aus einer Straßenbahn in Begleitung seines Verteidigers den Behörden gestellt und anschließend von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Die Geschädigten konnten den Festgenommenen in der Folge jedoch nicht mit der erforderlichen Sicherheit als Täter wiedererkennen, berichten die Behörden.

Weitere Überprüfungen notwendig

Die Fahnder wollen nun weitere umfangreiche Überprüfungen durchführen, „zur Entkräftung oder Untermauerung des Tatverdachts“, so die Mitteilung. Dabei setzt die Polizei nach wie vor auch auf die Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere suchen die Beamten die Frau, die am vergangenen Samstagabend kurz nach 21.15 Uhr in der Karlsruher Morgenstraße zwischen Ranke- und Luisenstraße mit ihrem Hund zu dem Angriff auf eine 23 Jahre alte Frau hinzukam und den Täter zur Flucht veranlasste.

Hinweise an das vertrauliche Telefon

Anrufe werden vom Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter der Rufnummer (0721) 939-5555 entgegen genommen. Zudem ist das vertrauliche Telefon unter der Nummer (0721) 939-6666 gleichfalls rund um die Uhr geschaltet.