Experimentiert gerne in der Küche: Marianne Wehrle aus Rüppurr kredenzte bei der VOX-Sendung „Das perfekte Dinner“ unter anderem Kalbsfilet mit Spätzle. Davor kochte die Karlsruherin ein paarmal zur Probe. | Foto: Sandbiller

VOX-Show in Karlsruhe

Und hinterher ein Kirschwasserbömble

Entscheidend war das Kalbsfilet. Eigentlich ist Marianne Wehrle nämlich Vegetarierin. Für die VOX-Sendung „Das perfekte Dinner“ wollte die Rüppurrerin aber gerne etwas Fleisch auf die Teller zaubern. Für das Filet entschied sie sich, weil sie gerne etwas „Badisch-Bodenständiges“ kochen wollte. Und es gelang. Auch wenn sie im Vorfeld allerhand unterschiedliche Tipps zur richtigen Zubereitung bekam. Bevor es ernst wurde, kochte sie das Gericht ein paar Mal zur Probe – „Meine Familie konnte es irgendwann nicht mehr sehen“, sagt die sympathische 56-Jährige und lacht.

TV-Stars auf Zeit

Eine Woche wurden Marianne Wehrle und vier weitere Hobbyköche zu TV-Stars auf Zeit. „Ich habe extra Urlaub genommen“, sagt Wehrle. Gedreht wurde jeden Tag von morgens bis abends – natürlich mit Pausen. Marianne war am zweiten Tag an der Reihe. Um 9 Uhr kam das erste Drehteam zu ihr nach Hause, filmte sie beim Kochen. Wehrle bereitete alles für den Abend vor, was vorbereitet werden konnte – die Spätzle zum Kalbsfilet, Blätterteigstängeli, die zum Hauptgericht gereicht wurden. Auch das „Kirschwasserbömble“, das es als Dessert gab, wurde vorher zubereitet. Mittags war Pause, um 18 Uhr stand das nächste Kamerateam wieder auf der Matte. Die Fernsehleute hängten Bilder um, checkten die Lichtverhältnisse und hielten sich ansonsten im Hintergrund. Anweisung gab es nur eine: Bitte nicht in die Kamera schauen! Ansonsten war es gewünscht, das ganze wie einen normalen Abend mit Freunden aussehen zu lassen. Und tatsächlich: „Die Kameras vergisst man recht schnell“, versichert Hobbyköchin Marianne Wehrle.

Gedreht wurde auch in mehreren Cafés

Gedreht wurde neben Rüppurr auch in der Südstadt-Ost, in Eggenstein-Leopoldshafen und Ettlingenweier. Außerdem zeichnete das Fernsehteam mehrere Interviews in Karlsruher Cafés und Kneipen auf – unter anderem im Café Palaver. Verstanden hätten sich alle Teilnehmer soweit gut, sagt Marianne Wehrle. Auch wenn im Gespräch deutlich wird, dass ihr manche vielleicht sympathischer waren als andere. Mit den vier Frauen und dem einen Mann steht sie jedenfalls noch in Kontakt: „Wir haben eine Whatsapp-Gruppe und planen ein Treffen – zum gemeinsamen Kochen.“

Suppe und Muscheln

Gekocht hat sie beim „Dinner“ neben Kalbsfilet und Spätzle auch eine Paprika- und Rucolacremesuppe mit gebratenen Jakobsmuscheln. Ob alles geschmeckt hat? „Ich hoffe doch“, sagt die Mutter zweier Töchter und lacht wieder. „Das wichtigste war mir das Fleisch – und das ist geglückt.“ Auch die anderen Teilnehmer hätten in dieser Woche einiges aufgefahren, mehr oder weniger erfolgreich. Nach Mariannes Schilderung wird der Zuschauer am Ende die komplette Bandbreite serviert bekommen: Einerseits fast schon Sterne-verdächtige Menüs, andererseits auch ein Gericht, bei dem stark improvisiert werden musste, da die Zutaten ausgingen.

Badische Wurzeln

„Mir war es wichtig, beim Kochen meine badischen Wurzeln zu präsentieren“, sagt die 56-Jährige. Großes Vorbild in der Küche ist ihre verstorbene Mutter. „Sie hat immer sehr bodenständig und mit frischen Zutaten gekocht.“ Insgesamt hat Wehrle die Woche sehr gut gefallen – „ich würde da jederzeit wieder mitmachen“. „Aber“, räumt sie ein, „anstrengend war das schon.“ Die Woche Urlaub von ihrem Job als Menü-Assistentin bei den ViDia-Kliniken, die habe sie auch gebraucht.

Ob sie die komplette Show im TV anschauen kann, weiß sie übrigens noch gar nicht. „Von Montag bis Mittwoch auf jeden Fall“, sagt die 56-Jährige. Ab Donnerstag ist sie aber für ein verlängertes Wochenende in Wien. „Das war schon länger geplant.“

Die VOX-Sendung „Das Perfekte Dinner“ aus Karlsruhe wird aller Voraussicht zwischen dem 23. und dem 27. April ausgestrahlt.