Prozess um Mord in Kandel
Gut zwei Wochen nach dem Urteil im Fall des tödlichen Messerangriffs auf die 15-jährige Mia im pfälzischen Kandel wartet die Staatsanwaltschaft in Landau weiter auf eine schriftliche Urteilsbegründung. | Foto: Andreas Arnold

Nach Mord in Kandel

Urteilsbegründung im Fall Mia: Das Warten geht weiter

Anzeige

Gut zwei Wochen nach dem Urteil im Fall des tödlichen Messerangriffs auf die 15-jährige Mia im pfälzischen Kandel wartet die Staatsanwaltschaft in Landau weiter auf eine schriftliche Urteilsbegründung.

Dies sei allerdings nicht ungewöhnlich, erklärte eine Sprecherin auf BNN-Anfrage. Demnach sei die Frist für die Zustellung eines Urteils abhängig von der Anzahl der Prozesstage. Im Fall Kandel bedeute dies eine Zeitspanne von sieben bis neun Wochen. Die Staatsanwaltschaft, die Revision gegen das Urteil eingelegt hatte, muss dann binnen eines Monats entscheiden, ob diese aufrechterhalten bleiben soll.

Urteil Anfang September

Anfang des Monats hatte das Landgericht in Landau den vermutlich aus Afghanistan stammenden Flüchtling Abdul D. wegen Mordes und Körperverletzung zu einer Haftstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt. Zur Anwendung kam Jugendstrafrecht. Die Verteidigung hatte den Richterspruch akzeptiert. Eine mögliche Revision fände vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe statt.