Konfliktsituation
Für Radfahrer und Fußgänger bleibt der Innere Zirkel erlaubt. | Foto: Britta Pedersen

Nur für Autofahrer

Verkehr in Karlsruhe: Ende Juli wird der Innere Zirkel gesperrt

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Als Verkehrsversuch wird Ende Juli der Innere Zirkel in Höhe der Karl-Friedrich-Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Dazu wird eine „statische Barriere“ montiert. Dies hat das städtische Ordnungsamt den Anliegern des Zirkels mitgeteilt.

Entsprechende Hinweisschilder, die beidseits „Sackgasse, frei für Fußgänger und Radfahrer“ signalisieren, sind am Donnerstag bereits montiert worden. Fuß- und Radverkehr seien nicht betroffen und weiter möglich. Auch Anliegerverkehr bis zur Absperrung bleibe uneingeschränkt möglich.

Durchfahrtsverbot wird bisher ignoriert

Hintergrund der Maßnahme ist die mangelnde Berücksichtigung des eigentlich längst im Inneren Zirkel geltenden Durchfahrtverbots für den allgemeinen motorisierten Verkehr, so die Stadt. Seit Jahren ist ein Durchfahrtverbot für den motorisierten Individualverkehr im Zirkel ausgeschildert. Nur Anliegerverkehr ist zugelassen. Beobachtungen, so die Stadt, hätten gezeigt, dass viele Autofahrer die Beschilderung nicht beachten. Das hat insbesondere bei Großveranstaltungen wie den Schlosslichtspielen bereits zu chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt, heißt es in dem Brief an die Anlieger.

Versuch dauert bis Ende 2019

Die Auswirkungen der Zirkelsperrung würden bis Jahresende 2019 beobachtet, die Ergebnisse dann bewertet. Danach entscheide die Stadtverwaltung, ob es dauerhaft bei der Sperrung bleibe. Ziele zwischen Herren- und Karl-Friedrich-Straße können Autofahrer weiter wie bisher von Westen her erreichen. Alle anderen Ziele im Zirkel müssen sie über die Waldhornstraße im Osten anfahren. Im Zirkel werden zusätzliche Abstellanlagen für Fahrräder und Parkplätze für Krafträder eingerichtet.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass das hohe derzeitige Verkehrsaufkommen häufig negative Auswirkungen habe, etwa Staus, Probleme im Begegnungsverkehr und gefährliche Situationen für Fußgänger und Radfahrer. Um dem Radverkehr mehr Gewicht und Raum zu geben, wurde der Zirkel im Oktober 2018 zwischen Herrenstraße und Adlerstraße als Fahrradstraße ausgewiesen.

Zudem ist der Zirkel als Ost-West-Verbindung wichtiger Bestandteil der City-Route-Nord und des innerstädtischen Radverkehrskonzepts. Die Stadt erhofft sich durch die Sperrung „eine deutliche Verkehrsberuhigung zugunsten des Rad- und Fußverkehrs“.

BNN