Bleibt Karlsruhe bis 2020 als ZKM-Vorstand erhalten: Peter Weibel. | Foto: Deck

Vertrag um ein Jahr verlängert

Weibel leitet das ZKM bis 2020

Peter Weibel bleibt bis Ende 2020 Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe. Darauf hätten sich Weibel, dessen aktueller Vertrag Ende 2019 ausläuft, und der ZKM-Stiftungsrat unter Vorsitz von Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, und Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup als stellvertretender Vorsitzender einvernehmlich verständigt, teilten das Kunstministerium und die Stadt mit.

Förderer hatten für drei Jahre plädiert

Die Fördergesellschaft ZKM/HfG und das Kuratorium des Stiftungsrates hatten zuvor für eine Verlängerung von Weibels Vertrag um drei Jahre bis 2022 plädiert. Damit sollte der Zeitdruck bei der Nachfolgesuche entschärft werden, der durch die Entwicklung an der benachbarten Hochschule für Gestaltung entstanden war: Deren Rektor Siegfried Zielinski hatte sein Amt überraschend schon nach zwei Jahren niedergelegt und dies mit Hemmnissen bei den notwendigen Reformen der Hochschule begründet. Daraufhin gab es die Befürchtung, dass ohne Vertragsverlängerung für Weibel die Gefahr bestehe, Ende 2019 gleich zwei eminent wichtige Posten nicht besetzt zu haben.

„Hochrangige Personalie“

In der nun veröffentlichten Mitteilung wird nur auf die anstehende Nachfolgesuche im ZKM Bezug genommen. So wird Staatssekretärin Petra Olschowski wie folgt zitiert: „Bei der Leitung des ZKM handelt es sich um eine hochrangige Personalie. Ähnlich wie bei den Intendanten der Staatstheater braucht es einen ausreichend großen Vorlauf, um die richtige Persönlichkeit zu finden. Wir sind Peter Weibel deshalb sehr dankbar, dass er bereit ist, noch ein Jahr zu verlängern, damit wir diese wichtige Aufgabe mit Konzentration und ohne Zeitdruck angehen können.“

„Hoch geschätzter Botschafter“

„Das Land Baden-Württemberg, die Stadt Karlsruhe und das ZKM haben Peter Weibel sehr viel zu verdanken“, wird Mentrup mit einer Würdigung der Verdienste Weibels zitiert. „Das ZKM hat sich zu einem weltweit hoch geschätzten und viel beachteten Botschafter für unser Land und unsere Stadt entwickelt. Und auch für die Stadtgesellschaft ist das ZKM, vor allem seit dem Stadtgeburtstag und durch die Schlosslichtspiele, zu einem festen Bestandteil Karlsruhes geworden, mit dem man sich identifiziert und auf den man stolz ist“. Das Stadtoberhaupt würde es deshalb auch begrüßen, wenn Weibel die Schlosslichtspiele weiterhin kuratierte und auch für weitere gemeinsame Projekte mit der Stadt zur Verfügung stünde, so die Mitteilung.

Weibel sagt Unterstützung zu

Der Stiftungsrat erwartet, die Nachfolge bis Ende 2019 klären zu können. Weibel habe der Suchkommission seine Unterstützung zugesagt, hieß es. Er bleibe bis zum Ende seines Vertrags vollumfänglich wissenschaftlich-künstlerischer Vorstand des ZKM, werde aber seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger bereits im Laufe des Jahres 2020 bei der Vorbereitung des Programms für 2021 unterstützen.

Einen weiteren Bericht und einen Kommentar zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der BNN.