Seelöwenbaby Gino
Seelöwenbaby Gino ist schon recht selbstständig - spätestens, wenn er Hunger hat, ruft er aber herzzerreißend nach seiner Mutter Olivia. | Foto: Jock

Punkten mit dem Kindchenschema

Viel niedlicher Nachwuchs im Zoo Karlsruhe

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Gino punktet weiterhin mit seinem immensen Niedlichkeitsfaktor. Gut drei Monate ist der kleine Seelöwe inzwischen – und hat sie alle im Griff. Das Zoopublikum sowieso, das sich verzückt am Beckenrand sammelt, sobald der vorwitzige Knilch den Kopf aus dem Wasser streckt.

Aber auch seine Mutter Olivia, die er mit seinen herzzerreißenden Rufen überzeugt, ihn endlich wieder an ihre Milchquellen zu lassen. Mit hörbarem Genuss nimmt Gino schließlich auf dem großen Felsen mitten im Becken eine Mahlzeit ein. Die Kameras klicken.

Wohl weiterer Nachwuchs bei den Zebras

Gino ist nicht der Einzige, der begeistert auf die Handykameras gebannt wird: Im Zoo wächst derzeit viel niedlicher Nachwuchs heran. Der kleine Zebrahengst Gamba etwa, der sechs Tage nach Gino am 30. Juni zur Welt kam. Noch ist er deutlich kleiner als seine vier ein Jahr älteren Halbgeschwister und daher im schwarz-weißen Gewimmel gut zu erkennen. Gut möglich ist, dass die Herde demnächst nochmal größer wird. Ganz sicher zu erkennen sei dies aber erst in der Woche vor der Geburt, heißt es im Zoo.

Winzling bei den Zwergseidenäffchen

Geduld braucht auch, wer das jüngste Tierbaby sehen oder gar fotografieren möchte: Die Zwergseidenäffchen, die kleinsten Krallenäffchen der Welt, tragen einen Winzling durchs Gehege – diesmal aber nur einen, nachdem bei diesen Tieren meist Zwillinge geboren werden. Die Rolle des Trägers hat meist der Papa, nur zum Trinken wechselt das Kleine in die Arme der Mutter. Genau hinschauen lohnt sich auch bei den Parmakängurus: Bei den ohnehin schon kleinen Australiern, die sich das Gelände mit den Bennett-Wallabys teilen, schaut immer wieder ein winziges Köpfchen aus dem Beutel.

Rasante Entwicklung

Wie rasant die kleinen Alpakas sich entwickeln, sieht man beim Vergleich der Jungtiere. Geronimo (22. Juni), Gonzáles (13. August) und Giulia (11. September) unterscheiden sich schon von der Größe her deutlich. Gleich ist allen Dreien aber die braue Fellfarbe – Hengst Joscha ist sehr dominant.

Viele Bruterfolge

Erfolgreich gebrütet haben viele gefiederte Zoobewohner. Kuba- und Zwergflamingos etwa, die Schnee-Eulen und die Magellan-Pinguine mit einem Küken. Dessen Federkleid ist inzwischen dem seiner Eltern sehr ähnlich, am Hals ist der Jungspund aber noch gut erkennbar: die beiden charakteristischen Streifen sind noch nicht so ausgeprägt.

Noch sehr flauschig ist der Nachwuchs der Sarus-Kraniche, der immer noch ein bisschen unbeholfen zwischen den Beinen seiner Eltern unterwegs ist. Sein gelblich-braunes Gefieder unterscheidet sich noch stark von dem der adulten Tiere. Beim Fotografieren ist Abstand geboten: Die Altvögel hacken konsequent nach der Linse, die sie als Bedrohung sehen.

Der Zoochef ist Vogelpapa

Noch in der Wärmekiste stecken vier Küken der Sonnensittiche, die Zoochef Matthias Reinschmidt von Hand aufzieht. Da sie eine größere Voliere bekommen, musste man die Tiere umsetzen. Für die drei schon geschlüpften Jungvögel und das verbliebene Ei interessierten sich die Altvögel dann nicht mehr. Inzwischen entwickeln sich die kleinen Nackedeis prächtig und haben ihr Schlupfgewicht vervielfacht.

Zu sehen sind sie in zwei Filmen, die der Zoo auf Facebook veröffentlichte – und die sich riesiger Nachfrage mit deutlich mehr als 100.000 Klicks erfreuen. Inzwischen hat Tierpfleger Joshua Förg die Rolle des Vogelpapas übernommen, da der Zoochef auf Dienstreise ist.