Kapitän im Vorwärtsgang: Lions-Profi Orlando Parker. | Foto: GES

Geisterspiel bei Schalke

Vor leeren Rängen: PSK Lions kassieren bitteren Rückschlag

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Die PSK Lions haben den möglichen vorentscheidenden Schritt im Kampf gegen den Abstieg aus der Zweiten Basketball-Liga verpasst. In Schalke verloren die Karlsruher 91:98. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wurde vor Geisterkulisse gespielt. Zudem gab die Liga bekannt, dass der 30. Spieltag am kommenden Wochenende nicht gespielt wird.

Beim direkten Konkurrenten FC Schalke verlor die Mannschaft der Lions-Trainer Drazan Salavarda und Samuel DeVoe am Mittwochabend vor leeren Rängen mit 91:98(46:43) und verspielte in der Schlussphase auch noch den direkten Vergleich nach dem 78:74-Hinspielsieg.

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Nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Schalke

Bei einem Sieg wäre den Lions der Klassenverbleib kaum mehr zu nehmen gewesen. So liegen die Lions, die zuletzt zweimal gewannen, nur noch zwei Punkte vor dem Vorletzten Schalke. Allerdings ist unklar, wie es wegen der Ausbreitung des Coronavirus in der Liga überhaupt weitergeht. Der Spieltag am Wochenende wurde ausgesetzt.

Erst am Nachmittag hatten die Schalker mitgeteilt, dass die Partie in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer stattfinden wird. Am Abend gab dann die Liga bekannt, dass die Begegnungen des 30. Spieltags am kommenden Wochenende ausgesetzt werden, „um die Gesundheit aller Beteiligten nicht zu gefährden.“

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Liga berät kommende Woche über den weiteren Saisonverlauf

Die „deutlichen Einschränkungen“ in Bezug auf die Zuschauer würden „bei einem Großteil der Vereine zu finanziellen Gegebenheiten führen“, die bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in der kommenden Woche beraten werden sollen, teilte die Liga mit. Dann soll auch über den weiteren Saisonverlauf entschieden werden.

Die für den Samstag angesetzte Partie der Lions in Leverkusen entfällt damit zunächst einmal.

Verhaltener Beginn in ungewohnter Atmosphäre

In der ungewohnten Atmosphäre fanden beide Teams zunächst nur schwer ins Tritt, ehe das Spiel dann an Fahrt aufnahm. Die Schalker legten jeweils vor, doch die Gäste fanden schnell die passende Antwort und ließen die Königsblauen nicht davonziehen.

So ging es mit einem knappen 17:19-Rückstand in den zweiten Abschnitt, zu dessen Beginn Daniel Norl und Orlando Parker die Partie drehten und in der Folge Lions-Kapitän Parker, Guard Marcus Stroman aus der Distanz und Center Maurice Pluskota nachlegten (30:25/14. Minute).

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Auf und ab im zweiten Viertel

Die Lions hatten die Partie jetzt recht gut im Griff, bauten den Vorsprung zunächst weiter aus – ließen es dann aber an Konsequenz vermissen. Drei Minuten vor der Halbzeit versuchte das Karlsruher Trainer-Duo mit einer Auszeit, die wieder besser ins Spiel kommenden Schalker zu stoppen.

Doch zunächst kamen die Gastgeber weiter und bis auf einen Zähler heran, ehe Filmore Beck aus der Distanz seinem Team wieder etwas Luft verschaffte. Mit einem dünnen Drei-Punkte-Vorsprung ging es dann in die Kabine.

Schalke kommt besser aus der Kabine

In der zweiten Halbzeit kamen die Schalker in der Offensive besser zurecht und erkämpften sich die Führung zurück. Auf das 52:51 der Gastgeber hatte zunächst Parker aus der Distanz noch eine Antwort parat, anschließend aber zogen die jetzt effektiven Schalker auf 64:54 davon.

Bei den Lions lief in dieser Phase überhaupt nichts mehr zusammen. Zur letzten Viertelpause war der Rückstand dann immerhin auf vier Punkte geschmolzen und kurz nach Beginn der letzten zehn Minuten war die Partie wieder ausgeglichen.

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Lions erst wieder vorne, dann kämpft sich Schalke zurück

Nun hatten die Lions das Spiel wieder deutlich besser im Griff und dank einer kleiner Dreier-Serie von Stroman und Norl bald auch wieder die Führung inne. Doch Schalke gab nicht auf, holte sich das Spiel zurück und lag anderthalb Minuten vor dem Ende seinerseits wieder vorne und holte sich am Ende sogar den direkten Vergleich.