Kein Zeltival ohne ihn: Shantel lädt am 29. Juli 2020 im Tollhaus Karlsruhe erneut zur Balkan-Party. Zwölf Termine des Sommerfestivals wurden nun bekannt gegeben.

Jazzstars und alte Bekannte

Tollhaus gibt erste Bands für das Zeltival 2020 in Karlsruhe bekannt

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Beim derzeitigen Wetter drängt sich der Gedanke an ein Sommerfestival nicht gerade auf. Dennoch blickt das Karlsruher Kulturzentrum Tollhaus bereits voraus auf das diesjährige Zeltival, das von Ende Juni bis ins erste August-Drittel läuft. Ein Dutzend Namen ist nun bekannt gegeben worden. Auch der Vorverkauf ist damit eröffnet.

Einen der ersten Termine bestreitet der Entertainer Götz Alsmann am Sonntag, 28. Juli. Das Eröffnungsdatum ist noch nicht bekanntgegeben, aber das Finale steht fest. Es steigt am Montag, 10. August. Dann steht die US-Band Allah-Las auf der Bühne, ein Psychedelic- und Garagenrock-Quartett aus Los Angeles.

Publikumsliebling: Götz Alsmann gastiert am 28. Juni beim Zeltival. | Foto: Bonnet

Damit ragt das Zeltival in diesem Jahr noch länger in den August hinein als bisher üblich. Der Tourplan der Band habe keinen anderen Termin zugelassen, weshalb man einen Tag ans Festival drangehängt habe, erklärt Tollhaus-Geschäftsführer Bernd Belschner.

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Jazzgröße aus New Orleans

Der bislang größte Name dürfte der von Branford Marsalis sein. Am 14. Juli gastiert der US-Jazzsaxofonist erstmals in Karlsruhe. Man habe schon häufig um ihn geworben, so die Veranstalter „Wir sind sehr froh, dass es diesmal endlich geklappt hat“, wird Tollhaus-Vorstand Bernd Belschner in der Pressemitteilung zitiert.

Ein Meister des Saxofons kommt erstmals nach Karlsruhe: Branford Marsalis und seine Band sind am 14. Juli zu Gast. | Foto: pr

Der Künstler entstammt einer hoch musikalischen Familie aus New Orleans, zu seinen fünf Geschwistern gehört der Trompetenstar Wynston Marsalis. Ebenfalls am Sound von New Orleans orientiert sich der in Paris lebende Brite Hugh Coltman in seinem Programm „Who’s Happy?“ am 31. Juli.

Wiedersehen macht Freude

„Wiederholungstäter“ beim Zeltival sind neben dem erwähnten Götz Alsmann auch der Bluesrocker Kenny Wayne Shepherd, der am 15. Juli ein Doppelkonzert mit der Gitarristin und Sängerin Samantha Fish gestalten wird, sowie die kapverdische Sängerin Mayra Andrade (30. Juli). Dauergast Shantel lädt mit seinem Bucovina Club Orkestar diesmal am 29. Juli zur Balkan-Party.

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Von der Elbphilharmonie zum Zeltival

Ein besonderes Projekt bringt der New Yorker Trompeter Frank London, Mitbegründer der Klezmatics, am 18. Juli ins Tollhaus: Seine „Ghetto Songs“ sind ein international besetztes Projekt, das als Auftragswerk für die Elbphilharmonie entstand. Das Programm fasst jüdische Musik aus verschiedenen Jahrhunderten in einer Revue zusammen und ist außerhalb von Hamburg nur an wenigen weiteren Orten zu erleben.

Abtanzen und Melancholie

Abende zum Abtanzen sind zu erwarten bei der Band Chef’Special, die am 17. Juli eine Mixtur aus Hip-Hop, Rock und Reggae servieren will, sowie bei James Hunter (8. August), der seit knapp 25 Jahren für spannungsgeladene Soulmusik steht. Die Sparte Singer/Songwriter ist bislang besetzt mit dem Südafrikaner Jeremy Loops (19. Juli) und dem Briten Tom Rosenthal (4. August), dessen melancholische Musik auch in Film- und TV-Soundtracks eingesetzt wird. Sein Song „Go solo“ etwa wurde durch den Erfolgsfilm „Honig im Kopf“ bekannt.

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