Die Übung sorgte für viel Interesse in der Nachbarschaft.
Die Übung sorgte für viel Interesse in der Nachbarschaft. | Foto: Weller

Übung in Neureut

Warum ein vermeintliches Feuer in einer Karlsruher Kita Klein und Groß erfreute

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Feuer auf dem Dach, vermisste Kinder in der völlig verrauchten Kita und Verletzte, die mit Leitern geborgen werden müssen: Bei den „Kirchfeldmäusen“ in Karlsruhe-Neureut war am Samstag einiges los. Doch die Anwohner, die vom Sirenengeheul aufgeschreckt worden waren, merkten schnell: Hierbei handelte es sich nur um eine Übung.

Die Freiwillige Feuerwehr Karlsruhe, Abteilung Neureut, hatte am Samstagnachmittag in Zusammenarbeit mit der Kita eine Großübung veranstaltet. Das Szenario: Bei Arbeiten auf dem Flachdach kommt es zu einer Explosion, das Dach fängt Feuer. Die Flammen breiten sich in die Räume der Kita aus, ein Arbeiter wird schwer verletzt.

Die Kinder und Mitarbeiter, die für die Übung tatsächlich vor Ort waren, können sich zum Großteil retten. Eine Kleingruppe und zwei weitere Kinder fehlen aber, nach ihnen müssen die Einsatzkräfte suchen. Da kein echter Rauch in den Räumen steht, wird dem Trupp mit Verdunkelungsschildern die Sicht genommen.

Mit Nebelmaschine Feuer simuliert

Durch die großen Fenster schauen etliche Eltern und Kinder begeistert zu. Eine Nebelmaschine simuliert das Feuer auf dem Dach, beim „Löschen“ werden auch manche der Umstehenden nass.

Auf dem Feuerwehrwagen vor der Kita wird schließlich die große Leiter ausgefahren und ein Verletzter vom Dach gerettet. Es handelt sich um eine Puppe, doch das tut dem Staunen der Umstehenden keinen Abbruch. Während der gesamten Übung wird den Anwesenden über Lautsprecher erklärt, was gerade passiert und zu sehen ist. Und manch ein Kind darf auch mal selbst auf einer Trage probeliegen.

BNN/juwel