Wein, Whisky und Trüffelspezialitäten: Die neuesten Weinkreationen und Delikatessen aus der ganzen Welt gibt es über das ganze Wochenende auf der Rendez-Vino-Messe in der Messe Karlsruhe zu entdecken. | Foto: RendezVino/PR

Wochenend-Tipps

Musik, Theater und mehr: Das läuft in der Region

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Ganz schön was los: In der Region gibt es am Wochenende jede Menge zu erleben. Die Auswahl ist groß. Jeden Donnerstag geben die BNN einen Ausblick, welcher Besuch sich lohnen könnte.

Für Cowboys und Cowgirls

Egal, ob „Harmonica“ in „Spiel mir das Lied vom Tod“ mit strahlend blauen Augen in die Kamera stiert, Winnetou mit seinem Blutsbruder Old Shatterhand durch die Prärie reitet oder Bud Spencer den Ganoven eins auf die Rübe gibt: Was wären die Western-Filme ohne die passende musikalische Untermalung? Die Badische Philharmonie Pforzheim widmet der Westernfilm-Musik einen Konzertabend. Los geht der musikalische Ausritt im Großen Haus des Theater Pforzheim am Freitag, 15. März, um 18 Uhr. Tickets gibt es online, an der Theaterkasse oder telefonisch unter der Nummer 07231/392440. Der Preis: ab 10 Euro.

Szene des Karl-May-Films "Im Tal des Todes" mit Piere Brice und Lex Barker.
Blutsbrüder unter sich: Pierre Brice (links) als Apachen-Häuptling Winnetou und Lex Barker als Old Shatterhand in einer Szene des Karl-May-Films „Im Tal des Todes“ | Foto: dpa

Eine Geschichte vom Bahnhof Zoo

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: Vor vierzig Jahren ist die Geschichte des heroinsüchtigen Mädchens Christiane F. erschienen. Das Buch wurde ein Bestseller, der auch heute noch gelesen wird. Und: Seit Erscheinen des Erfahrungsberichts hat sich die Zahl der Drogentoten in Deutschland verdreifacht.

Der Jugend-Club des Karlsruher Sandkorn-Theaters bringt die Geschichte von Christiane F. auf die Bühne. Die Jugendlichen wollen nicht nur auf die Gefahren von Drogen hinweisen, sondern auch zeigen, wie aus Freundschaft, Zuneigung und Liebe kalte Berechnung bis hin zur Selbsterniedrigung wird.

Die Vorführung im Sandkorn-Theater in Karlsruhe am Freitag beginnt um 15 Uhr. Tickets gibt es ab 12,50 Euro. Wer keine Karten mehr bekommt oder am Freitag keine Zeit hat, muss sich aber nicht ärgern: Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag (20. bis 22. März) wird das Stück erneut aufgeführt.

Der erste Kanzler

Konrad Adenauer war der erste Kanzler der jungen Bundesrepublik. Dem Rheinländer widmet „Dein Theater“ ein unterhaltsames Programm. Am Freitag, 15. März, 19.30 Uhr, sind die Stuttgarter im Melanchthonhaus Bretten zu Gast. Die Darsteller berichten auf der Bühne vom Leben Konrad Adenauers, seiner Haltung und seiner Politik.

Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht.

Konrad Adenauer

Tickets gibt es für 14 Euro (ermäßigt: 12 Euro) in der Tourist-Info Bretten und an der Abendkasse.


Für Feinschmecker – und alle, die es werden wollen

Wein, Whisky und Trüffelspezialitäten: Die neuesten Weinkreationen und Delikatessen aus der ganzen Welt gibt es über das Wochenende auf der Rendez-Vino-Messe in der Messe Karlsruhe zu entdecken. Highlights der Messe sind die Whisky-, Gin- und Craft-Beer-Tastings. Dort können neugierige Feinschmecker (und alle, die es werden wollen!) verschiedenste neue Sorten entdecken und probieren. Zudem kommt auf der Messe in diesem Jahr zum ersten Mal ein Kaffee-Tasting dazu.

Die Messe ist am Freitag von 12 bis 20 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet 15 Euro (ermäßigt 13 Euro), Kinder unter zwölf Jahren kommen gratis auf die Messe.

Weitere Infos gibt es hier.

Für Neugierige

Das Karlsruher Büro der Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist umgezogen – und zur Feier des Einzugs organisiert Amnesty in Karlsruhe einen Tag der offenen Tür. Von 11 bis 16 Uhr können Besucher am Samstag die Organisation und ihre Arbeit im neuen Büro in der Waldstraße 24-28 kennenlernen. Es befindet sich in der Fußgängerzone von der Kaiserstraße aus gesehen zwischen Kaiserpassage und Aldi.

„Hier soll ein Ort des zivilgesellschaftlichen Austausches über Menschenrechte und deren Verwirklichung für alle Karlsruher*Innen entstehen“, heißt es dazu von Amnesty International. Auf dem Tag der offenen Tür stellt das Karlsruher Büro die Arbeit der Organisation und die aktuellen Kampagnen vor, auch zur Asylarbeit, zur Arbeit mit queeren Themen und zur Arbeit von Schul- und Hochschulgruppen gibt es Infos.


Für Filmfans

Filmfans aufgepasst! Noch bis Sonntag läuft das 17. Stummfilmfestival Karlsruhe.

„Tonfilm ist Kitsch! Tonfilm ist Einseitigkeit! Tonfilm ist geistiger Mord!“ So warnten die Stummfilmproduzenten Ende der 20er Jahre vor dem aufkommenden Film mit Ton. Auch der berühmte Filmstar Charlie Chaplin gehörte zu den Verfechtern der alten Kunst. Genutzt hat es nichts. Heutzutage führt der Stummfilm ein absolutes Nischendasein. Was aber nicht heißt, dass er ganz vergessen worden ist. Davon überzeugen können sich Fans und Interessierte auf dem 17. Stummfilmfestival in Karlsruhe, das noch bis Sonntag läuft. Jeden Tag werden interessante Stummfilme gezeigt, begleitet von Live-Musik. Hauptthema des Festivals sind der Regisseur Ernst Lubitsch (1892 – 1947) und Filme im Jüdischen Milieu.

Am Freitag wird in der Kinemathek in der Kaiserpassage um 21:15 Uhr „Das Alte Gesetz“ (1923) gezeigt, um 23 Uhr „Der Fluch“ (1924). Programmhöhepunkt am Samstag ist das Filmkonzert „Ernst Lubitsch – Drei frühe Filme“ im Stephanssaal um 20.45 Uhr. Im Stephanssaal endet das Festival am Sonntag, 20.30 Uhr, auch – mit der Vorführung der Lubitsch-Filme „Wenn vier dasselbe tun “ (1917) und „Romeo und Julia im Schnee“ (1920)

Karten für eine einzelne Vorstellung kosten an der Abendkasse 10 Euro (ermäßigt 6 Euro). Tickets für ein Filmkonzert kosten 17 Euro (ermäßigt 13 Euro), Karten fürs Kinderkino bis zwölf Jahre 4 Euro.

Ein Pass fürs gesamte Festival ist für 60 Euro zu haben (ermäßigt 45 Euro).

Für junge und alte Tomi-Ungerer-Freunde

Das Kinderbuch „Die drei Räuber“ ist eines der bekanntesten Werke des im Februar gestorbenen elsässer Künstlers Tomi Ungerer. Das Marotte-Figurentheater in Karlsruhe bringt die Geschichte auf die Bühne.

Worum geht es in der Geschichte? Die drei Räuber tragen weite, schwarze Mäntel und hohe, schwarze Hüte. Nachts überfallen sie Kutschen im Wald und rauben die Reisenden aus. Ihre Beute tragen sie in ihre dunkle Höhle. Eines Tages sitzt nur das kleine Mädchen Tiffany in einer Kutsche. Sie soll in ein Waisenhaus gebracht werden. Doch die Räuber haben Mitleid und nehmen Tiffany mit. Und das kleine Mädchen bringt Farbe in das Leben der Räuber.

Die Aufführung am Samstag, 16 Uhr, eignet sich für Kinder ab 4 Jahren und dauert etwa 45 Minuten. Der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 6 Euro.

Ausgezeichnete Musik

Die 24 Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschule Bretten, die beim diesjährigen Jugend-musiziert-Wettbewerb Preise gewonnen haben, zeigen ihr Können: Am Sonntag, 17. März, spielen sie beim Preisträgerkonzert in Bretten. Das Konzert im Saal der Jugendmusikschule (Bahnhofstraße 13) beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Jugendlichen spielen Stücke aus ihrem Wettbewerbsprogramm.

Zu hören gibt es zwei Duos Klavier und Querflöte, ein Zupf-Ensemble, ein Ensemble Alte Musik, eine Kontrabass-Solistin, zwei Violoncello-Solistinnen und eine Geigen-Solistin.