MODELLWECHSEL: In der Werkstatt des KVV in der Wikingerstraße ziehen Abreham Ratjendram (links) und Hans-Peter Föller die alten gelben oder violetten Leihräder aus dem Verkehr und ersetzen sie durch die neue KVV-Version mit roter Heckflosse.
MODELLWECHSEL: In der Werkstatt des KVV in der Wikingerstraße ziehen Abreham Ratjendram (links) und Hans-Peter Föller die alten gelben oder violetten Leihräder aus dem Verkehr und ersetzen sie durch die neue KVV-Version mit roter Heckflosse. | Foto: jodo

Vorerst nichts für Kinder

Wechsel der Karlsruher Leihradflotte: Letzte Tage fürs sonnengelbe Modell

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Die sonnengelb verkleideten Fächerräder verschwinden, die neue Leihradflotte übernimmt: Alle 340 Fahrräder in der neuen, rot-weißen Optik des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) sind planmäßig eingetroffen.

Gut die Hälfte sei montiert, so Frank Pagel. Er betreut das für den Verkehrsverbund neue Segment in der KVV-Zentrale. Inzwischen stehen die Räder mit leicht verbesserter Ausstattung auch auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

60 alte Räder noch unterwegs

Aus der Werkstatt in der Wikingerstraße bringt Hans-Peter Föller täglich weitere Wagenladungen des neuen Modells in die Innenstadt und nach Durlach. Etwa 60 Fächerräder seien noch unterwegs, schätzt er. „Die werde ich bis Mitte nächster Woche eingefangen haben.“

Auch die Leihräder mit der violetten Kennfarbe der L-Bank zieht Föller ab. Wer mindestens 16 Jahre alt ist, kann die Leihräder nutzen. Eine Schülerin aus der Waldstadt hat das für die BNN getestet und gute Erfahrungen gemacht. (Siehe  „Schnell und einfach“.)

Noch keine Kinder- oder Lastenräder

Leihräder für Kinder vermisst eine BNN-Leserin aus der Oststadt. „Es kommen doch auch Familien nach Karlsruhe“, gibt sie zu bedenken. „Leihräder mit Kindersitz oder Kinderräder zum Ausleihen wären etwas sperrig im Alltag“, sagt Pagel dazu. Die Leihradfirma Nextbike, die für die gesamte KVV-Region das Angebot stellt, habe dergleichen nicht im Programm – wohl aber Lastenräder, in deren Transportbox Radler kleinere Kinder gesichert mitnehmen können.

Dies gebe es bei Nextbike „von der Stange“, erklärt Pagel. Über das Leihradangebot entscheide die Stadt. Regelmäßig tauscht Pagel mit Vertretern des Karlsruher Stadtplanungsamtes Anregungen aus. Ob und wie aufgestockt wird, hängt zentral von der Nutzung ab, in Kombination mit vermutetem Bedarf.

Unter dem Namen kvv.nextbike läuft das Leihradangebot in diesem Jahr auch in Baden-Baden, Bruchsal, Ettlingen, Rastatt und Rheinstetten an. Der KVV strebt an, es auf weitere Kommunen auszuweiten.