Wildpark - durch Stadionneubau ersetzt?
Mitte April soll Klarheit herrschen, wie die Stadt Karlsruhe weiter mit dem Bau des Wildparkstadions verfahren will. (Archivbild) | Foto: jodo

Suche nach Kompromisslösung

Weichen für Neubau des Wildparkstadions werden im April gestellt

Nach der aufsehenerregenden Mitteilung von OB Frank Mentrup kurz vor Weihnachten 2017, dass die für den Neubau des Wildparkstadions bietenden Baukonzerne den vorgegebenen Preisrahmen als nicht einhaltbar bezeichneten, herrschte eisernes Schweigen der beteiligten Partner Stadt und KSC.

Damals hatte der OB angekündigt, dass alles, von Bauqualität, Bauablauf und Zeitrahmen auf den Prüfstand müsse. Wann genau zu entscheiden ist, wohin die Reise letztlich geht, sagte der OB nicht. Dies steht aber nun fest: Sowohl die Stadtverwaltung wie auch KSC-Präsident Ingo Wellenreuther bestätigten gegenüber den BNN, dass beim gemeinderätlichen Hauptausschuss am 17. April wie beim anschließenden Gemeinderat am 24. April entscheidende Weichen gestellt werden – im Licht der bisherigen Erkenntnisse und der laufenden Verhandlungen mit den bietenden Baukonzernen.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, mit großer Ernsthaftigkeit das Projekt zum Abschluss zu bringen,“ sagt der städtische Sprecher, Bernd Wnuck. Weil es sich um ein europäisches Bieterverfahren handle, sei es aber nicht möglich, über Details und Zwischenstände zu sprechen. „Damit würde man das Vergabeverfahren gefährden“, so Wnuck.

Wildparkstadion: Wellenreuther sieht die Zusammenarbeit als positiv an

Ingo Wellenreuther würdigt ebenfalls den Gang der Verhandlungen, sieht die Zusammenarbeit mit dem eigens gegründeten städtischen Eigenbetrieb für den Bau des Wildparkstadions als positiv an. Im Gemeinderat werden dann „die weiteren Dinge auf der Strecke zum Stadion beschlossen,“ formuliert es der KSC-Präsident. Auch von ihm gibt es keine Details, nur so viel: „Die Firmen überarbeiten ihre Vorschläge.“ Wohl im Herbst falle dann die Vergabeentscheidung.

Bekanntlich soll der Stadionkörper rund 75 Millionen Euro kosten, mit der gesamten Infrastruktur wird das Projekt auf 113 Millionen Euro veranschlagt. Die das Projekt tragenden Fraktionen im Gemeinderat hatten in den vergangenen Monaten klar gemacht, dass sie kein Geld nachlegen wollen. Zu vernehmen ist, dass die Baufirmen darauf verwiesen haben, dass mit diesen Vorgaben die Beseitigung der Wälle sowie ein Umbau während des Betriebs nicht zu schaffen ist. Offenbar geht es um eine Differenz zwischen zehn und 15 Millionen Euro.