Aktivität ist Trumpf, auf körperlicher, geistiger und sozialer Ebene und gern auch mit Hilfsmitteln.
Aktivität ist Trumpf, auf körperlicher, geistiger und sozialer Ebene und gern auch mit Hilfsmitteln. | Foto: Foto: oneinchpunch / Adobe Stock

Beilage Pflege & Reha

Wer rastet, der rostet – im Alter erst recht!

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Immer mehr Menschen werden immer älter. Klar, dass damit auch die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Pflegebedürftig werden wir später als frühere Generationen, aber irgendwann halt doch. Wenn wir’s erleben. Jedenfalls wollen wir alle natürlich so lange wie möglich fit in Körper und Geist bleiben und im Alter möglichst hohe Lebensqualität genießen. Diese hängt eng mit Mobilität zusammen.

Körperliche Mobilität, bei krankheits- oder altersbedingten Einschränkungen, gern auch mit Hilfsmitteln in entsprechend barrierefreiem Wohnumfeld, ist wichtig. Ebenso die geistige Mobilität, mit der wiederum die körperliche oft einhergeht. Und umgekehrt. Mobil bleiben im Alter geht aber nicht von allein. Wer rastet, der rostet – das Sprichwort gilt! Aktivität ist Trumpf. Sport treiben, spazieren gehen, Fahrrad fahren, soziale Kontakte pflegen, lachen und Spaß haben, reisen, irgendeine neue Fähigkeit erlernen, am digitalen Leben teilnehmen, Hobbys frönen, sich für andere engagieren, sich bewusst, mit viel Obst, Gemüse, Olivenöl, Fisch und wenig rotem Fleisch ernähren, den Vitamin- und Spurenelementespiegel im Blick behalten – und regelmäßig zum Doc marschieren, um die Gesundheit zu checken, insbesondere Herz- und Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzrhythmusstörungen zu überwachen. Lange Aufzählung – doppelter Sinn: All diese Punkte finden sich auch in Ratgebern zur Alzheimerprävention. Diese häufigste Form der Demenz ist bekanntlich (noch) nicht heilbar und entsprechende Gene nicht beeinflussbar. Risikofaktoren und Vermeidungsstrategien sind von Experten benannt, aber nicht bewiesen. Dass bei körperlicher Aktivität ein Botenstoff – das Protein Irisin – von den Muskelzellen ins Gehirn ausgeschüttet wird und dort eine vor Demenz schützende Wirkung entfaltet, wurde 2019 von Forschern nach Mäuserversuchen als wichtige Erkenntnis gefeiert. Welche Rolle das Powerhormon für Alzheimer-Erkrankungen des Menschen spielt, wird jetzt auf Hochtouren untersucht.

Mehr Informationen und Angebote zum Thema Pflege & Reha finden sich in unserer Sonderbeilage.