Jubel nach Tor zum 0:1 für den KSC: Marvin Wanitzek und Torschütze Anton Fink (von links). | Foto: GES

Auswärtsstärke bewiesen

Wichtiger Dreier des KSC beim Ligadritten Osnabrück

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Nach der Heimpleite gegen Schlusslicht Lotte hat der KSC am Samstag gegen den VfL Osnabrück drei Punkte geholt.

„Der Sieg ist in uns“, stand auf den Shirts einiger KSC-Fans. Einen Erfolg erwarteten sie auch nach der bitteren Heimpleite gegen Lotte. Nach der fußballerisch schwachen ersten Halbzeit ohne wirkliche Chancen kam die KSC-Führung in Durchgang zwei nach einem Standard. Wie es die Fans erhofft hatten, stand am Ende der 1:0(0:0)-Sieg des KSC gegen den VfL Osnabrück zu Buche.

Probleme für Dohmen?

Vor dem Spiel gab es auch abseits des Rasens Neuigkeiten. Rolf Dohmen, der seine Kandidatur als KSC-Präsident angekündigt hatte, steht vor einer finalen Hürde: der notwendigen dreijährigen Mitgliedschaft zum Karlsruher Verein.

Die Karlsruher waren auf drei Positionen verändert ins Spiel gegangen. Saliou Sane, Kyoung-Rok Choi und Marc Lorenz waren von Beginn an dabei. Auf der Bank saß Ersatzkeeper Mario Schragl und aufgrund der U23-Regelung auch Eric Jansen.

Erste Viertelstunde ohne Gefahr

Zu Beginn sahen sich die Karlsruher in der Defensive gefragt. Osnabrück übte Druck aus und kam auch gleich zu Standards. Gefahr gab es aber nicht.

Nach zwölf Minuten kam der KSC erstmals gut vors Tor. Marc Lorenz flankte in den Strafraum, wo allerdings kein Spieler der Karlsruher war.

Erst in der 17. Minute musste Benjamin Uphoff dringend eingreifen. Konstantin Engel zog ab und Uphoff faustete den Ball gerade noch weg.

Erster Torschuss lässt auf sich warten

Die Karlsruher agierten hauptsächlich über lange Bälle, kamen aber nach 24 Minuten zur ersten Ecke. Marvin Wanitzek trat an, gefährlich wurde es aber nicht.

Die Hausherren an der Bremer Brücke näherten sich immer mehr dem Karlsruher Tor und so kam David Blacha nach einer guten halben Stunde nach Standard zum ersten richtigen Torschuss. Noch fehlte aber der richtige Zug zum Tor.

Bald versuchten es auch die Karlsruher mehr in der Offensive. Der VfL stand jedoch gut und verhinderte den ersten Torschuss bis zur 35. Minute, als Manuel Stiefler zum Schuss kam. Das Leder flog jedoch zu hoch über das Tor des VfL.

Offensivere zweite Hälfte?

Die Badener stellten die Gastgeber gut zu, aber dennoch kam Marcos Alvarez (42.) nach Zuckerflanke von Bashkim Renneke zum Kopfball, den Uphoff über die Latte lenkte.

Auf der Gegenseite kam Sané zum Abschluss, zu schwach geschossen und abgefälscht trudelte die Kugel aber vorbei. Chance durfte man das nicht nennen. Defensiv konnte man den Karlsruhern nur wenig vorwerfen.

„Am Anfang stand die Sicherheit im Vordergrund. Es wurde besser. Ich denke, dass wir in der zweiten Halbzeit unsere Chancen bekommen“, so KSC-Cotrainer Dimitrios Moutas in der Pause.

Aluminium rettet den KSC

Zunächst waren es aber wieder die Defensiv-Arbeiter, die gefragt waren. Schön eingeleitet kam Ulrich Taffertshofer (51.) zur 100-prozentigen Möglichkeit, die nur die Latte verhinderte. Alvarez hatte das Leder gut angenommen, legte zu Taffertshofer ins Zentrum, der am Aluminium scheiterte.

Immerhin sahen die Zuschauer an der Bremer Brücke nun schnelleren Fußball auf beiden Seiten und die mitgereisten KSC-Fans durften bald jubeln. Der Treffer für die Karlsruher folgte nach Standard. Wanitzek brachte den Eckball zu Anton Fink (57.), der unbedrängt zum 1:0 für den KSC einschießen konnte.

Zweites Tor knapp verfehlt

Der zweite Treffer für die Badener hätte nach Patzer von Osnabrück fallen können. Fink schnappte sich die Kugel, legte zu Lorenz (63.), der nur knapp das Tor verfehlte. Die Hausherren drängten und Taffertshofer (67.) prüfte erneut Uphoff.

Die Karlsruher lauerten derweil auf ihre Chancen, die sich durch die offensiven Gastgeber ergaben. Zunächst aber war es Alvarez (69.), der einen Freistoß direkt an den Pfosten lenkte und die nächste Chance für seine Osnabrücker markierte.

Die Ligadritten aus Osnabrück warfen nun alles auf den Rasen, um das Spiel noch zu drehen, der KSC hielt dagegen und machte die Räume eng. Osnabrück lief an, gefährlich wurde man aber nicht. Dagegen kam Martin Röser an der Strafraumgrenze zum Freistoß, schoss die Kugel aber fünf Minuten vor Schluss weit über das Tor.

Auch in der Nachspielzeit rannten die Osnabrücker weiter an, der Ausgleichstreffer wollte aber nicht gelingen und so holte sich der KSC den ersehnten Sieg und die Wiedergutmachung für den Auftritt gegen Lotte.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek, Stiefler, Lorenz (90.+3 Jansen), Fink (84. Hanek), Choi (69. Röser), Sane.