Langer Leerstand: Ende Februar 2018 machte die Paracelsus-Klinik endgültig zu. Im Herbst wurde das Gebäude verkauft. | Foto: jodo

„Sind in den Endverhandlungen“

Wie geht es mit der ehemaligen Paracelsus-Klinik in Karlsruhe-Durlach weiter?

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In der ehemaligen Paracelsus-Klinik geht es voran: „Der Investor ist derzeit in den Endverhandlungen mit möglichen Interessenten“, sagt der Leiter des städtischen Sozialamts, Alfred Dietz, auf Anfrage der BNN. So gebe es mehrere Interessenten, die in dem Gebäude in Durlach eine Pflegeeinrichtung realisieren möchten. Möglich wäre laut Dietz eine Kombination aus stationärer und ambulanter Pflege.

Immobilie für 6,5 Millionen Euro erworben

Mit einer Entscheidung rechnet der Sozialamtsleiter in etwa drei bis vier Wochen. Der Investor Afrim Bajrami hat das leerstehende Klinik-Gebäude in der Raiherwiesenstraße im Herbst für 6,5 Millionen Euro von der in Osnabrück ansässigen Paracelsus-Gruppe erworben. Für eine Stellungnahme war Bajrami, der Geschäftsführer der Immoba Wohnen GmbH ist, nicht erreichbar.

Synergien mit dem Markgrafenstift

Wir sind natürlich gespannt, wie das Ganze ausgeht“, so Dietz. Eine Umwandlung des Gebäudes in eine Pflegeimmobilie biete sich an, hatte Bajrami in der Vergangenheit in einem Gespräch mit den BNN erklärt. Da das Markgrafenstift mit dem ehemaligen „Para“-Gebäude räumlich verbunden sei, könnten hier gut Synergien geschaffen werden.

Seit einem Jahr geschlossen

Die Paracelsus-Klinik ist seit fast einem Jahr geschlossen. Im Januar 2018 war das endgültige Aus des Krankenhauses verkündet worden. Ende Februar wurde der Betrieb eingestellt. 222 Mitarbeiter waren von der Schließung betroffen. Bis zuletzt hatten sie für ein Fortbestehen der „Para“ gekämpft. Bereits im Dezember 2017 hatte der Paracelsus-Konzern einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt.