Martin Löffler geht seit Mitte der 70er Jahre in den Wildpark.
Martin Löffler geht seit Mitte der 70er Jahre in den Wildpark. | Foto: Bodamer

Adieu, Wildpark!

Wildpark-Erinnerungen von KSC-Fan Martin Löffler

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Bei einem Rundgang mit den Badischen Neuesten Nachrichten nimmt KSC-Fan Martin Löffler Abschied vom Karlsruher Wildparkstadion. Der langjährige erste Vorsitzende der Fanvereinigung Supporters Karlsruhe 1986 spricht über seine ersten Spiele im Wildpark und besondere Erinnerungen an das Stadion.

Schon über 40 Jahre geht der Betriebsrat einer Bank zum KSC. Seine ersten Spiele hat er 1973 oder 1974 zusammen mit seiner Schwester hinter dem Tor der Gästemannschaft verfolgt. „Dort sind in der Regel mehr Tore gefallen. Wenn wir sehen konnten, dass die Mannschaften andersherum angefangen haben, sind wir immer auf die andere Seite gewandert“, erzählt der 54-Jährige. Er kann sich auch daran erinnern, dass er damals bei dem Spiel war, bei dem die neuen Flutlichtmasten eingeweiht wurden.

Feuerwurst vor jedem Spiel

Heute verfolgt er die Heimspiele im D1-Block auf Höhe der Mittellinie. „Vor jedem Spiel war eine Feuerwurst am Stand neben dem Container der Supporters Pflicht“, sagt der KSC-Fan.
Valencia sowie die ganze UEFA-Cup-Zeit waren für Löffler die tollsten Zeiten im Wildpark. Weniger schön beschreibt er die Erinnerungen an das Relegationsspiel gegen Regensburg.

Langjähriger Vorstand der Supporters Karlsruhe

Rund 20 Jahre lang war Löffler das Sprachrohr der KSC-Fans. Während seiner Amtszeit wuchs der Fan-Dachverband von 500 auf rund 3.000 Mitglieder. Seine Tätigkeiten reichten dort von Kartenverkauf, Organisation von Busfahrten über Interessenvertretung der Fans bis hin zu Gesprächen mit dem Verein, der Stadt sowie den Fans. Schon vor Jahren habe er ein erstes Positionspapier zum Stadion erarbeitet.

Der KSC wird weiterhin ein Teil meines Lebens sein.

Nun zieht er sich vom Ehrenamt zurück, bleibt dem Fanverband aber als Mitglied erhalten. „Der KSC wird weiterhin ein Teil meines Lebens sein“, so der Fan, der auch künftig die beim KSC gewonnenen Freundschaften pflegen wird.

Löffler möchte nun den Jüngeren Platz machen. Mit Marco Fuchs habe er einen engagierten und kompetenten Nachfolger gefunden, der den Verband in die Zukunft führen wird. Beruflich ist er selbst sehr eingespannt. Umso mehr freut er sich über die gewonnene Zeit, die er mit seiner Frau sowie seinen Katzen und seinem Hund verbringen möchte.