Die Beseitigung der Wälle ist die Voraussetzung für den Neubau des Wildparkstadions. | Archivfoto: jodo

Wildparkstadion in Karlsruhe

Wird die Wall-Entsorgung günstiger?

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Es gibt bei der Neuausrichtung des Ablaufs des Wildparkstadion-Neubaus Hoffnung, dass die Mehrkosten doch nicht so hoch werden, wie von der Stadt ursprünglich veranschlagt.

Im vergangenen Frühjahr sah sich die Stadtverwaltung nach Prüfung der Angebote der bietenden Baukonzerne veranlasst, die Stadionwälle entgegen früherer Absichten zu beseitigen und in verkleinerter Form wieder aufbauen zu lassen. Der Gemeinderat hat dies mit Mehrheit gebilligt. Die Arbeiten sollen im Herbst beginnen, bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 17. Juli (15.30 Uhr im Ratssaal) sollen die Arbeiten vergeben werden. Im vergangenen April kalkulierte die Stadt in dieser Frage mit Kosten von 8,5 Millionen Euro, drei Millionen sollte zudem der Aufbau von Provisorien zur Sicherung des Spielbetriebs kosten.

Angebot von rund fünf Millionen Euro

Die Abbrucharbeiten und die damit verbundene Suche nach Kampfmitteln sowie Entsorgung, falls notwendig, wurden europaweit ausgeschrieben. Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag steht die Vergabe dieser Arbeiten auf der Tagesordnung. Die Stadtverwaltung schlägt den Stadträten das Gebot einer Bietergemeinschaft vor, es liegt bei 4,7 Millionen Euro. „Der Minderbetrag von rund 3,7 Millionen Euro resultiert aus den sehr günstig kalkulierten Baustelleneinrichtungsarbeiten, den sehr günstig kalkulierten Aufwendungen aufgrund der Kampfmittelarbeiten sowie den sehr günstigen Entsorgungspositionen aufgrund der bietereigenen Entsorgungskapazitäten in eigenen Baumaßnahmen bzw. in eigenen Verwertungsmöglichkeiten“, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung.

Etwas günstiger wird wohl, zumindest was die Angebotslage angeht, der notwendige Aufbau von Provisorien und zwei Behelfstribünen. Hier hatte die Stadt mit 2,7 Millionen Euro kalkuliert, das Angebot, das die Stadt nun zur Annahme vorschlägt, liegt bei 2,4 Millionen.

Einsparungen als Risikoreserve

Bei der Stadt will man aber angesichts bereits gemachter Erfahrungen nicht frühzeitig jubeln, beziehungsweise das eingesparte Geld andersweitig verplanen. „Die Minderbeträge sind als Risikoreserve im Projekt zu belassen,“ heißt es in einer anderen städtischen Vorlage, die sich mit dem Stand der Vorbereitungen beziehungsweise Ausschreibungen für das Gesamtprojekt befasst. Im Herbst fällt die Entscheidung über die Gesamtvergabe für das Stadion.