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Kommentar

Wohnungs-Not

Wenn auch die Lage im jetzt beginnenden Sommersemester einigermaßen entspannt aussieht: Der Begriff Wohnungsnot ist zutreffend für die Situation der rund 30 000 Studenten, die an den verschiedenen Hochschulen in Karlsruhe den Grundstein für ihre berufliche Zukunft legen. Der Duden beschreibt „Not“ etwa als „besonders schlimme Lage, in der jemand dringend Hilfe braucht“ und als „Mangel an lebenswichtigen Dingen“ – ein Dach über dem Kopf zählt zweifelsohne dazu.

Die Zeit für die Wohnungssuche drängt

Wer studiert, hat eher wenig Geld zur Verfügung. In einer Stadt wie Karlsruhe, in der Wohnraum generell sehr schwer zu haben ist, verschärft sich die Situation derer, die mit kleinem Budget eine Bleibe suchen. Hinzu kommt für Studenten zum Wintersemester der Zeitdruck: Oft bleiben nur wenige Wochen für die Zimmersuche.

Denn wer weiß schon Monate vor Semesterbeginn, ob er für den gewünschten Studiengang überhaupt zugelassen wird? Die Fächerstadt ist mit dem Karlsruher Institut für Technologie, der Hochschule für Technik und Wirtschaft oder der Hochschule für Musik eine angesehene und daher begehrte Hochschulstadt.

Besonders im Wintersemester heißt es da: Schnell sein, alle Kanäle nutzen und bei WG-Castings einen guten Eindruck hinterlassen. Studierendenwerk oder AStA leisten viel und wichtige Hilfe, doch die Wohnungsnot endet erst, wenn keine Kampagnen und Not-Feldbetten für die Studenten mehr nötig sind.