Drug
Haschisch (vorne links), Ecstasy (oben) und Crystal liegen in einem Labor . | Foto: Sven Hoppe/dpa

Meist Männer

Zahl der Drogentoten im Landkreis Karlsruhe steigt

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Nach einem mehrjährigen Rückgang hat die Zahl der Drogentoten in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr wieder zugenommen. Insgesamt kamen 145 Personen durch illegale Drogen wie Heroin und Crack ums Leben, im Jahr zuvor waren es 121.

Die meisten Drogenopfer sind männlich: Etwa jedes sechste Opfer war eine Frau, im Durchschnitt wurde ein Drogentoter 38,1 Jahre alt, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Statistik des Innenministeriums zeigt.

„Kinder und Jugendliche kamen im Zusammenhang mit dem Konsum von illegalen Drogen nicht zu Tode“, sagte ein Sprecher der baden-württembergischen Behörde. Gründe für den Anstieg wie zum Beispiel ein verändertes Konsumverhalten oder «schmutzige Drogen» seien nicht bekannt.

Auch im Landkreis Karlsruhe gab es 2019 mehr Todesfälle durch Drogen

Die meisten Drogenopfer wurden in Stuttgart registriert: Dort starben 19 Personen. In den Stadtkreisen Mannheim und Freiburg starben neun Menschen am Konsum.

Zugenommen hat die Zahl im Landkreis Karlsruhe. Hier gab es die viertmeisten Drogenopfer. Es kamen 2019 acht Personen zu Tode, im Vorjahr war es nur eine Person.

Nicht überall steigt die Zahl der Drogenopfer

Im Enzkreis nahm die Zahl an Drogenopfern zu: 2018 gab es keine, 2019 gleich vier Drogenopfer. Im Ortenaukreis blieb die Zahl der Todesopfer durch Rauschgift mit sechs Personen gleich hoch wie im Vorjahr.

In einigen Städten hat die Zahl der Drogenopfer abgenommen: Im Stadtkreis Karlsruhe waren es vier Todesopfer, eins weniger als im Vorjahr. Auch in Rastatt nahm die Zahl ab: Während 2018 vier Personen aufgrund von Drogen starben, war es 2019 eine. Im Stadtkreis Baden-Baden gab es im vergangenen Jahr keine Todesopfer aufgrund von Drogenkonsum, im Vorjahr war es noch eine. Im Stadtkreis Pforzheim starben im letzten Jahr zwei Personen, im Vorjahr waren es noch vier.

Mit Material von dpa/ lsw