Sommersonne
Nach dem Wochenende wird es im Südwesten dann deutlich kühler. | Foto: Fabian Sommer/Archivbild

Wetter am Wochenende

Am Samstag nochmal Sonne, dann folgt der Herbst

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Knallender Sonnenschein und Hitze locken am Wochenende noch einmal zum Badesee und ins Freibad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet einen sonnigen Samstag mit Temperaturen zwischen 25 bis 33 Grad. Mit Regen müsse man am Samstag nicht rechnen, sagte DWD-Meteorologin Sarah Müller.

Im Verlauf des Sonntags steige dann wieder die Gefahr von Schauern und möglicherweise auch Gewittern im ganzen Land. Die Temperaturen klettern aber noch einmal auf 24 bis 31 Grad, so Müller. Aus meteorologischer Sicht beginnt am kommenden Sonntag mit dem September bereits der Herbst.
Schon einen Tag darauf soll es im Südwesten deutlich kühler werden.

Zum Wochenanfang werden Werte zwischen 15 und 22 Grad erwartet. Den Prognosen zufolge bleiben die Temperaturen dann auch die folgenden Tage unter der 25-Grad-Marke. Es soll wechselhaft und kühler werden. Damit müssen Freibad-Liebhaber von den Temperaturen des Sommers 2019 Abschied nehmen.

Sommer 2019 der drittwärmste seit Beginn Wetteraufzeichnungen

Dieser war nach vorläufigen Daten DWD der drittwärmste seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Allein am 25. Juli war nach DWD-Angaben die 40-Grad-Marke bundesweit 25-mal erreicht worden.

In Lingen im Emsland war es mit 42,6 Grad so heiß wie niemals zuvor in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Problematisch war auch die Trockenheit bewertet worden, diese habe „katastrophale Ausmaße“ erreicht, erklärte der DWD. Der Juni 2019 war der wärmste und sonnigste seit Messbeginn.

Baden-Württemberg hielt sich im Vergleich mit anderen Bundesländern über den gesamten Sommer etwas zurück: Mit 18,9 Grad war es im Durchschnitt allerdings auch hier deutlich wärmer als im mehrjährigen Mittel von 16,2 Grad. Dafür war die Sonne sehr präsent: Sie schien fast 800 Stunden (Vergleichswert: 636 Stunden) und damit länger als im Bundesmittel von 755 Stunden.

Beim Regen an der Spitze

Zugleich hat Baden-Württemberg in diesem Sommer bundesweit am meisten Regen abbekommen – blieb aber auch damit unter dem mehrjährigen Vergleichswert. Mit durchschnittlich mehr als 250 Litern Regen je Quadratmeter kam der Südwesten auf die höchste Niederschlagsmenge aller Bundesländer. Nach dem Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 wären für Baden-Württemberg 292 Liter pro Quadratmeter zu erwarten gewesen.

Die bestehende Trockenheit, mit der auch Landwirte zu kämpfen haben, bleibt im Herbst erst mal bestehen, sagt Wetterexperte Dominik Jung von „Q.met“. Er erklärt: „Es gab und gibt in Baden-Württemberg zwar Schauer, aber keinen Landregen.“ Der nun bevorstehende Wetterwechsel finde oft trocken statt. In den nächsten sieben bis zehn Tagen rechnet er mit kühleren Temperaturen. Danach sei nicht ausgeschlossen, dass die 30-Grad-Marke vereinzelt wieder erreicht wird. „Das kennt man ja vom Altweibersommer.“

Mit Material von dpa