Gesperrt ist die Rott-Zufahrt für Autos ab dem Parkplatz beim Fischerkiosk. An der Altrheinbrücke wird nach Ostern auch für Radfahrer und Fußgänger für drei Monate Schluss sein
Gesperrt ist die Rott-Zufahrt für Autos ab dem Parkplatz beim Fischerkiosk. An der Altrheinbrücke wird nach Ostern auch für Radfahrer und Fußgänger für drei Monate Schluss sein. | Foto: Werner

Linkenheim-Hochstetten

Brücken-Sanierung zur Insel Rott beginnt nach Ostern

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Die Arbeiten an den beiden westlichen Zufahrtsbrücken zur Hochstetter Insel Rott laufen am Dienstag nach Ostern an. Die Bauzeit wird bei Vollsperrung auf drei Monate veranschlagt. Damit können sie in der Zeit auch keine Radfahrer und Fußgänger mehr passieren. Darüber informierte jetzt Linkenheim-Hochstettens Bürgermeister Michael Möslang. Das Restaurant zur Insel Rott sowie das Fischerheim würden für die Dauer der Arbeiten schließen.

Von unserem Mitarbeiter Alexander Werner
Im Gemeinderat hatte Möslang die Ergebnisse der Vergabe bekanntgegeben. Der Beschluss des Gremiums zur Vergabe der Instandsetzung erfolgte aus zeitlichen Gründen bereits über ein elektronisches Umlaufverfahren. Insgesamt beläuft sich das Volumen auf rund 549 400 Euro brutto. Auf die Drehbrücke entfallen dabei 242 555 Euro, auf die Altrheinbrücke 306 822 Euro. Die Tragkraft wurde in beiden Fällen auf drei Tonnen ausgelegt. Die Dauerhaftigkeit nach der Sanierung soll bei der Drehbrücke mindestens fünf, bei der Altrheinbrücke 30 Jahre betragen.

Ministerium entscheidet über Förderung

Die Verwaltung hatte Zuschussanträge innerhalb des „kommunalen Sanierungsfonds Brücken“ gestellt. Über eine Förderung wird nach jüngstem Ablauf des Antragsstichtags nun vom Verkehrsministerium entschieden. Im Vorfeld war der Gemeinde mitgeteilt worden, dass der vorzeitige Baubeginn für eine etwaige spätere Bewilligung einer Zuwendung keine Nachteile bringe. Damit war eine vorzeitige Vergabe der beiden Brücken an den wirtschaftlichsten Anbieter möglich.

Gastronomie freut sich über Arbeiten

Familie Roth im „Restaurant Insel Rott am Rhein“ zeigt sich gegenüber den BNN froh, dass es nun endlich losgeht. Kurzarbeit sei angemeldet, man versuche durchzuhalten und nach Freigabe der Brücken normal weiterzumachen. Abgesehen von den ohnehin starken Einbrüchen seit den Brückensperrungen für Kraftfahrzeugverkehr im vergangenen Jahr hatte sich zuletzt noch die Witterung ungünstig auf den Gästezuspruch ausgewirkt.

Aufreger des Jahres

Die überraschende und anhaltende Schließung der Dreh- und der Altrheinbrücke zur Insel Rott für Fahrzeuge bescherte Linkenheim-Hochstetten den „Aufreger des Jahres“, wie Bürgermeister Michael Möslang es im Spätjahr 2018 ausdrückte. Im Juli hatte es ein Gutachter nach Sichtprüfung wegen nicht mehr gegebener Tragfähigkeiten als unvertretbar erachtet, den Fahrzeugverkehr weiter über die Bauwerke laufen zu lassen.
Die Schäden wurden damals als so massiv eingestuft, dass eine Sanierung kaum mehr möglich schien. Bei geschätzten Neubaukosten von rund vier Millionen Euro schlugen die Wogen im Gemeinderat hoch. Es folgte eine Kette von Prüfungen und lange herrschte Ungewissheit.

Einbußen bei Einnahmen

Weil die Gäste keine Zufahrtsmöglichkeit hatten, musste die Gastronomie auf der weithin beliebten Ausflugsinsel schwere Einbußen hinnehmen. Vorerst war beschlossen worden, den Leinpfad am Rhein für den Zuliefererverkehr auszubauen. Dass nicht nur die Dreh-, sondern auch die vorgelagerte Altrheinbrücke tatsächlich doch saniert werden kann, wurde im Spätjahr bekanntgegeben. Dies entspannte die Lage. Die Sanierung sollte nach Absprachen mit dem Gastronomiebetreiber zeitig im Frühjahr 2019 anlaufen.