DAS GESCHÄFT BRUMMT wieder nach der Übernahme der Brauerei Franz durch die Scheidtweiler Gruppe, die auf dem Brauereigelände in diesem Jahr ein Hotel und ein Brauereimuseum errichten will. | Foto: pr

Lager weicht Hotel-Neubau

Brauerei Franz peilt 15 000 Hektoliter an

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„Wir sind sehr zufrieden“, freut sich Wolfgang Scheidtweiler über die aktuelle Entwicklung bei der Traditionsbrauerei Franz, die seit zwei Jahren zur Pforzheimer Scheidtweiler-Gruppe gehört und in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen feiert. Aus diesem Anlass wird Scheidtweiler auch beim Neujahrsempfang der Stadt Rastatt eine Rede halten und seine Pläne noch einmal erläutern.

Bier-Umsatz verdoppelt

Das Konzept der Scheidtweiler-Gruppe, zu der mittlerweile fünf mittelständische Brauereien gehören, ist auch in Rastatt aufgegangen: „Wo Franz drauf steht, ist auch Franz drin“, beschreibt Inhaber Scheidtweiler das Ziel des Unternehmens, etwa 80 Prozent des Gerstensaftes in der jeweiligen Brauerei vor Ort zu produzieren. Nur die Flaschenbiere werden aus Kosten- und Hygienegründen zentral in Eppingen abgefüllt. Mit dem neuen Konzept konnte der Umsatz bei Franz innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt werden. 2016 wurden 11 500 Hektoliter an Fass- und Flaschenbier in Rastatt produziert.

„Fränzle“ ist der Renner

Für 2017 peilt Scheidtweiler die Zahl von 15 000 Hektolitern an, wie er im BNN-Gespräch verrät. Nach seinen Angaben kommen jede Woche neue Gastronomen hinzu, die zur steigenden Absatzentwicklung beitragen. Das neue „Fränzle“, ein helles Pils in der Bügelflasche, erfreue sich besonders bei den derzeitigen Faschingsveranstaltungen großer Beliebtheit. Demnächst soll noch ein Dunkles in der 0,33-Liter-Flasche hinzukommen.

Investition im zweistelligen Millionen-Bereich

Gute Ausgangsbedingungen also für die geplanten Investitionen im zweistelligen Millionenbereich, die die Scheidtweiler-Gruppe in diesem Jahr auf dem Gelände der Franz-Brauerei plant. Wie bereits berichtet, hatte der Unternehmer bereits im Juli 2016 die Pläne für ein Hotel, ein Brauereimuseum und den Umbau des Traditionsunternehmens im Gemeinderat vorgestellt. Der damals avisierte Termin für den Baubeginn im Frühjahr wird sich allerdings verschieben: Das Baugesuch ist eingereicht, das Bebauungsplanverfahren läuft und Scheidtweiler rechnet Ende des Jahres mit der Baugenehmigung für den Hotel-Neubau mit 100 Zimmern im Segment „vier Sterne plus“.

Hotel-Neubau verschiebt sich

Wie er im BNN-Gespräch erläuterte, sollen am alten Lager die Abbrucharbeiten für den Hotel-Neubau nach dem großen Jubiläumsfest zum 175-jährigen Bestehen am 3. Oktober beginnen. Bereits im Laufe des Sommers sollen ein neues Sudhaus entstehen und neue Lagerkeller gebaut werden – dann können auch die alten Kellerräume abgerissen werden. Ein Teil der Logistik ist bereits in die Stettiner Straße umgezogen. Auf dem Lagerareal sind laut Scheidtweiler derzeit Möbel aus den Gaststätten sowie Gegenstände für den sommerlichen Festbetrieb untergebracht. Im Laufe des Jahres soll die gesamte Logistik in der Stettiner Straße untergebracht sein, dann wird auch das alte Lager frei und kann abgerissen werden.
Wolfgang Scheidtweiler freut sich auch über eine engagierte Mannschaft. Die 15 Beschäftigten motiviere die positive Resonanz in der Region auf das Franz-Bier, wie er erzählt. In Zukunft werden zusätzlich nur noch Mitarbeiter im Fuhrpark gebraucht.

 

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