Die Kontrolle des Wassers ist nicht nur zu Beginn der Freibad-Saison, die in Durmersheim schon begonnen hat, ein ständiges Thema. Auch die personelle Ausstattung bei der Schwimmbad-Aufsicht ist von wichtiger Bedeutung.
Die Kontrolle des Wassers ist nicht nur zu Beginn der Freibad-Saison, die in Durmersheim schon begonnen hat, ein ständiges Thema. Auch die personelle Ausstattung bei der Schwimmbad-Aufsicht ist von wichtiger Bedeutung. | Foto: Collet

Bewährte Kräfte

Freibäder im Landkreis Rastatt sind personell für die neue Saison gerüstet

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Der Countdown läuft, in gut einer Woche ist es soweit: Am Freitag 24. Mai, soll das Rastatter Freibad Natura erstmals in diesem Jahr seine Pforten für die Freunde des nassen Elementes öffnen. Andere Freibäder im Landkreis hatten bereits Saisonstart und stehen ebenfalls kurz davor. Noch allerdings schwebt über dem Termin in Rastatt ein kleines Fragezeichen.

Denn: Das Natura verfügt über eine solarthermische Anlage und bei den noch relativ kalten Nächten bleibe nach Aussage der städtischen Pressesprecherin Heike Dießelberg abzuwarten, ob die Wassertemperatur bis Ende nächster Woche auf etwa 20 Grad ansteigt. Sollte dies nicht so sein und die Witterung noch zu kühl bleiben, könne die Eröffnung auch nochmals etwas nach hinten verschoben werden. „Wir hoffen allerdings, dass es bei dem angedachten Termin bleibt“, betont Dießelberg.

Freibäder mit Ausnahmesituationen

Indessen schließt sie nicht aus, dass aus personellen Gründen das Bad in der Sommersaison zeitweise auch geschlossen werden könnte. Grundsätzlich betont Dießelberg zwar, dass „wir für die Badesaison 2019 ausreichend gut vorbereitet sind, zum einen mit eigenem Personal, zum anderen mit Unterstützung von Personaldienstleistern sowie Aushilfen.“ Allerdings hält sie auch Ausnahmesituationen für denkbar.

Personalengpässe machen auch nicht vor Rastatt halt.

„Personalengpässe nehmen in der Bäderwelt in Deutschland zu und machen auch nicht vor Rastatt halt. Diese Engpässe könnten dazu führen, dass es zu kurzfristigen oder temporären Schließungen kommt – auch in Form von vorübergehenden verkürzten Bade-, beziehungsweise Öffnungszeiten.“ Diverse Fliesen- und Verfugungsarbeiten, eine partielle Betoninstandsetzung im Beckenumgang, Vertikutier- und Vegetationsarbeiten, Schlosserarbeiten sowie die elektrische Prüfung von Anlagen und Kabelzugarbeiten für die Ertüchtigung der Chloranlage gehörten in den vergangenen Wochen dazu, um das Natura fit für die nächsten Monate zu machen.

In Durmersheim wird schon geschwommen

Seine Saisonpremiere erlebte das Durmersheimer Freibad bereits am vergangenen Samstag. Personell hat sich bei der zahlenmäßigen Ausstattung im Vergleich zum Vorjahr nichts verändert. Ein Schwimmmeister und zwei Fachangestellte für Bäderbetriebe gibt es, dazu drei Aushilfskräfte mit Rettungsschein. Im Vorjahr musste das Bad in Durmersheim aus Krankheitsgründen an einzelnen Tagen geschlossen bleiben, wobei Hauptamtsleiterin Sandra Hertweck hofft, dass sich dies in dieser Saison nicht wiederholen wird.

Veränderungen bleiben aus

„Wir sind so aufgestellt, dass wir die Badesaison bewältigen können“, betont sie. Bei unbeständigem, kühlem Wetter kann das normalerweise bis 20 Uhr geöffnete Bad aber schon ab 18 Uhr geschlossen sein und bei einer Schlechtwetterperiode auch über mehrere Tage hinweg. Erneuert wurde in dem Freibad in den vergangenen Monaten lediglich eine Stützmauer im Bereich der Terrassen – ansonsten blieben Veränderungen aus.

Badesee in Muggensturm

In Muggensturm wartet der Badesee ab Samstag, 18. Mai, auf seine ersten Badegäste in dieser Saison. Größere bauliche Aktivitäten gab es diesmal vor dem Start nicht – lediglich kleinere Unterhaltungsarbeiten wie etwa die Erneuerung des Bodens für die Umkleidekabinen.

Es sind ausgebildete Fachkräfte, die alle über die notwendige Qualifikation verfügen.

Für die nötige Sicherheit sorgen vier Schwimmmeister, die im Schichtdienst tätig sind: „Es sind ausgebildete Fachkräfte, die alle über die notwendige Qualifikation verfügen“, sagt Muggensturms Hauptamtsleiter Claus Gerstner. „Wir sind froh, dass wir ein verlässliches Team haben“, betont Gerstner im Blick auf die Tatsache, dass es in den vergangenen Jahren eigentlich keine personellen Probleme im Hinblick auf die Aufsicht bei dem Naturbadesse gab. Obendrein seien an den Wochenenden auch Mitarbeiter der DLRG-Ortsgruppe anwesend, die das vorhandene Aufsichtspersonal unterstützen.

18 bis 20 Grad sind nötig

„Oft haben wir ja über 2000 Badegäste am Tag“, weiß Gerstner um die Beliebtheit des Muggensturmer Badesees „mit hervorragender Wasserqualität“ und der daraus resultierenden Besucherresonanz. Gerstner erinnert sich auch noch an frühere Jahre, wo bei entsprechenden Wetterbedingungen eine rote Fahne signalisierte, dass Baden dem eigenen Risiko unterliegt. Diese Fahne freilich weht nicht mehr. „Bei schlechtem Wetter schließen wir heute gar nicht erst auf“, erklärt Gerstner. Bei zumindest 18 bis 20 Grad und angenehmer Wetterlage werde das Naturbad indessen geöffnet sein.