Die Entscheidung für den neuen Standort des Gefallenen-Denkmals soll bald fallen. | Foto: Collet

Gefallenendenkmal Rastatt

Fußläufig vom alten Standort

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Die Stadt hat keine Eile: „Wir wollen nach dem aktuellen Zeitplan ab September 2019 mit der Neugestaltung des Postplatzes beginnen, wenn die Baumaßnahme obere Kaiserstraße beendet ist“, heißt es auf BNN-Anfrage bei der städtischen Pressestelle. Nachdem die Diskussion um den Standort des Gefallenendenkmals im November vertagt wurde, will die Verwaltung dem Gemeinderat bald „das Ergebnis der überarbeiteten Standortsuche“ präsentieren: „Die Sache ist entscheidungsreif“, so die Verwaltung.

Einigung mit Denkmalschutz

Hinter den Kulissen hat sich die Stadt mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Stuttgart nämlich auf mögliche Standorte für das umstrittene Denkmal des zweiten badischen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 30 geeinigt. Mit Verweis auf das laufende Verfahren will man aber weder beim Denkmalschutz in Stuttgart noch bei der Verwaltung in Rastatt nähere Angaben machen.

Fußläufig und frequentiert

Nur so viel ist klar, die Denkmalpflege fordert einen Standort nicht allzu weit vom jetzigen Standort entfernt – das heißt, er muss fußläufig erreichbar sein. Zudem soll der Standort ähnlich frequentiert sein. Und es soll sich nicht um einen reinen Abstellort handeln. Auf BNN-Anfrage verweist die Pressestelle darauf, dass das Denkmal auch als Mahn- und Erinnerungsmal wirke: „Diese Wirkung muss auch am neuen Standort gewährleistet sein.“ Damit fokussiere sich die Standortsuche auf die Innenstadt und die wenigen freien Flächen dort.

Alte Standorte vom Tisch

Vom Tisch sind deshalb ursprünglich favorisierte Standorte wie die Kreutzerstraße, die Leopoldfeste oder der Berliner Ring. Diese Vorschläge waren alle nicht mit den Anforderungen der Denkmalpflege in Einklang zu bringen. Zuletzt hatten die Narren am Donnerstag – den krankheitsbedingt nicht anwesenden – Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch dazu verdonnert, beim nächsten Stadtfest als Denkmal zu verharren und sich erst zu bewegen, wenn er ein paar Münzen bekommt.