Einst zog sie der Liebe wegen nach Köln: Brigitte Glaser, aufgewachsen in Achern. Im Rheinland wurde die Sozialpädagogin zur erfolgreichen Krimiautorin. Mit dem Roman "Bühlerhöhe" gelang ihr nun ein neuerlicher literarischer Coup. | Foto: Meyer Originals

Autorin Brigitte Glaser

Literarisches Denkmal für die Bühlerhöhe

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„Nachdem mein Roman erschienen war, habe ich überrascht registriert, wie vielen Menschen in Deutschland der Ort Bühlerhöhe vertraut ist“, erzählt Brigitte Glaser. Die in Achern aufgewachsene Kölner Schriftstellerin hat dem Nobelhotel wie der näheren Umgebung an der Schwarzwaldhochstraße sehr erfolgreich ein literarisches Denkmal gesetzt. Rund um einen der tatsächlich stattgefundenen Urlaube von Bundeskanzler Konrad Adenauer erfand Glaser eine spannende Geschichte um einen geheimen Auftrag.

Roman rund um Adenauers Urlaub auf der Bühlerhöhe

Die für den israelischen Geheimdienst arbeitende Rosa Silbermann soll mit dazu beitragen, dass die Wiedergutmachung gegenüber Israel nicht torpediert wird. Mit der Heldin kommen im Jahr 1952 illustre und merkwürdige Gäste mit Hotelbeschäftigten zusammen, die ebenfalls dramtatische Schicksale hinter sich haben. Die BNN drucken den Roman „Bühlerhöhe“ bis März in Fortsetzungen ab. „Mein erster Titelvorschlag war ,Der 6. Mann‘, weil es sich um eine Agentengeschichte handelt“, verrät Brigitte Glaser. Ein Jahr lang schrieb sie an diesem großen Werk, die zunächst dünnen und dann immer stabileren Motivfäden ihres ersten großen Romans spann sie mehrere Jahr lang.

Mit Krimis zur Autorin geworden

„Ohne die Schule des Krimischreibens hätte ich das nicht geschafft“, bekennt die vor 15 Jahren zur Autorin gewordene Sozialpädagogin. Einige Jugendbücher hat sie verfasst und ihre Krimi-Heldin Katharina Schweizer, eine große, rothaarige Köchin, lässt sie in Köln wie der badischen Heimat agieren. Das nächste Buch der Reihe handelt vom Heilfasten im Murgtal und heißt augenzwinkernd „Saus und Braus.“
Schwarzwald und Rheinland inspirieren Glaser gleichermaßen.

Heimat Achern, Wahlheimat Köln

„In Köln habe ich eine Wahlheimat gewonnen, wo alles schneller abläuft und ich den Wortwitz schätze. Ich finde es toll, mich mit zwei Gegenden so verbunden zu fühlen“, meint Glaser. Vor zwei Jahren hat sie die Krimitage „Achern im Visier“ mit aus der Taufe gehoben. Mit Lesungen aus der „Bühlerhöhe“ kommt die Frau, deren Leidenschaft für Literatur bereits in der Schule bestand, im Frühjahr in unsere Region. Sie kommt am 2. Februar nach Bruchsal, am 20. März in Ettlingens Stadtbücherei und einen Tag später in der Max-Grundig-Klinik ihrem Romanschauplatz ganz nah. Auch die Karlsruher Krimitage werden bereichert.

Joggen und Kino

Einen Sonntag zu Hause beginnt Glaser am liebsten mit einem Familienfrühstück plus Konzert vom Radioprogramm WDR3. Spazierend oder joggend schafft sich die Autorin einen freien Kopf, wenn Sie wieder lange über einer Story saß. Geschichten lässt sie sich in solchen Phasen am liebsten ungedruckt präsentieren: Brigitte Glaser liebt es, ins Kino zu gehen.

Brigitte Glaser, geboren 1955 in Offenburg, wuchs in Fautenbach auf und machte 1974 in Achern das Abitur. Sie studierte in Freiburg Sozialpädagogik und arbeitete ab 1980 in Köln – wo sie der Liebe wegen hinzog. Unter anderem war sie in der offenen Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung tätig. Sie veröffentlichte 1996 ihren ersten Krimi „Kölsch für eine Leiche“. Viele weitere folgten. Dabei spielen die Bücher „Kirschtote“, „Bienen-Stich“ und „Bibbeleskäs“ in ihrer mittelbadischen Heimat. Seit 2008 ist Glaser freie Schriftstellerin, 2016 erschien der Roman „Bühlerhöhe.“ Sie hat erwachsene Kinder und lebt in Köln.

 

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