Nach dem Weltmeistertitel 2014 und vielen Wettkämpfen in den Jahren danach lassen es die sieben Tänzerinnen der Bronx Sistas 2019 langsamer angehen.
Nach dem Weltmeistertitel 2014 und vielen Wettkämpfen in den Jahren danach lassen es die sieben Tänzerinnen der Bronx Sistas 2019 langsamer angehen. | Foto: pr

Internationaler Tag des Sports

Das Training Rastatter Talente schweißt zusammen

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„Was meinen Sport ausmacht ist die Arbeit zusammen mit meinem Pferd. Es macht sehr viel Spaß zu sehen, wie weit wir mit viel Liebe, Geduld und gezieltem Training gekommen sind“, erzählt die 15-jährige Dressurreiterin Lena Schmidt. Zusammen mit ihrem Pferd Veikko, welches in der Stallanlage der Turniersport-Gemeinschaft Durmersheim-Hardt untergebracht ist, gehört sie zu den aufsteigenden Sporttalenten des Landkreises Rastatt. Am 6. April wird jährlich der Internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden begangen. Damit sollen die olympische Bewegung und ihre Ziele hervorgehoben, außerdem auf die Gemeinschaft im Sport selbst aufmerksam gemacht werden.

Von unserer Mitarbeiterin Luisa Reith

Auch junge Sportler aus dem Landkreis träumen von Olympia. Der Sport hat in ihren Leben ganz unterschiedliche Stellenwerte. Schon seit Lena fünf Jahre alt ist, fühlt sie sich dem Reiten verbunden: „Pferde fand ich schon seit früher Kindheit faszinierend, deshalb habe ich meine Mutter so lange genervt, bis ich Reitstunden nehmen durfte.“ Mittlerweile hat sie sich in ihrem Bereich schon mehrfach behauptet. „Der Turniersport ist eingeteilt in fünf Abschnitte: E, A, L, M und S. Von E zu S werden die Lektionen immer komplizierter“, erklärt Lena.

Harmonie zwischen Mensch und Pferd findet Lena Schmidt gerade im Turniersport sehr wichtig.
Harmonie zwischen Mensch und Pferd findet Lena Schmidt gerade im Turniersport sehr wichtig. | Foto: pr

Träume von Olympia

Als Veikko vor zwei Jahren zu ihr kam, habe er noch keine Platzierungen errungen. „Aber wir konnten uns hocharbeiten und sind nun schon Seriensieger in L-Dressuren geworden und nah an der ersten Platzierung der Klasse M dran.“

Das ist zwar ein sehr naiver Traum, aber mein absoluter Herzenswunsch.

Ihr größtes Ziel sei es Berufsreiter zu werden. „Irgendwann möchte ich mal bei Olympia mitreiten. Das ist zwar ein sehr naiver Traum, aber mein absoluter Herzenswunsch“, erzählt Lena begeistert. Der Hürdenläufer Yannick Spissinger sieht Olympia kritischer. „Meine Chancen sind bisher eher gering, da sich glaube ich nur die ersten 56 der Weltrangliste qualifizieren.“

Fünft Schnellster Deutschlands

Er versuche aber immer 100 Prozent zu geben und sehe eine Hallenweltmeisterschaft als wahrscheinlicher. 2018 stand Yannick auf der Rangliste des Deutschen Leichtatlethtik Verbands auf Platz fünf, somit war er fünft Schnellster in Deutschland. Vor 19 Jahren begann der 23-Jährige beim Rastatter Turnverein mit Leichtathletik. Seitdem erkämpfte er sich Badische und Süddeutsche Meistertitel.

Über Hürden springt Yannick Spissinger seit 19 Jahren.
Über Hürden springt Yannick Spissinger seit 19 Jahren. | Foto: Reith

„Der größte Erfolg für mich persönlich war der dritte Platz 2015 bei den deutschen U23 Meisterschaften und 2018 der vierte Platz bei den deutschen Hallenmeisterschaften“, erzählt er. Mittlerweile läuft Yannick für die Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft. Dort habe er zudem Anschluss an eine Trainingsgruppe gefunden und müsse nicht mehr nur alleine trainieren.

Der Weltmeistertitel im Hip Hop

Für ihre Wettkämpfe trainieren die Bronx Sistas teilweise täglich. Sie sind eine starke Gemeinschaft, die sich alles gemeinsam erkämpft und zusammen schwitzt. Nach jährlich mehreren Meisterschaften, dem Weltmeistertitel im Hip-Hop und Streetdance 2014 sowie der Teilnahme am Halbfinale der TV-Tanzshow „Got to Dance“ im selben Jahr haben die Bronx Sistas aus Rastatt jedoch beschlossen, 2019 an keiner Meisterschaft teilzunehmen, erzählt Trainerin und Mitglied Giusi Marrali. Die siebenköpfige Tanzgruppe besteht seit 2004. Gegründet wurden sie von Giusi Marrali, Sabrina Ebert und Julia Lein.

Sport als Lebensstil

„Die Bronx Sistas sind keine normale Tanzgruppe, sondern eine Familie. Die ganzen Jahre haben zusammengeschweißt und die Tanzrichtung Hip-Hop ist der gemeinsame Lebensstil“, so Giusi. Im Alter von 17 Jahren eröffneten die Gründerinnen gemeinsam eine Tanzschule, welcher sie 2019 ihre volle Aufmerksamkeit schenken wollen.

Außerdem wollen wir mehr Zeit für Auftritte und können so im Training kreativer sein.

„Fünf unserer sieben Mitglieder unterrichten auch in unserer Tanzschule Dance Passion“, erzählt Giusi und betont, die Schüler verstärkt fördern zu wollen. „Außerdem wollen wir mehr Zeit für Auftritte und können so im Training kreativer sein. Wenn eine Meisterschaft bevorsteht, arbeitet man nun mal auf deren Vorgaben hin.“ Nächstes Jahr seien sie aber wieder am Start.