Helfertreffen
Informationen von alten Festival-Hasen für Neulinge gab es beim ersten Helfertreffen des diesjährigen tête-à-tête. Neben Ehrenamtlichen, die hinter den Kulissen helfen, werden auch noch Statisten für zwei Gruppen gesucht. | Foto: Holbein

tête-à-tête in Rastatt

Ohne Helfer gäb’s kein Festival

Anzeige

Von Martina Holbein

Zwischen acht und zehn Statisten werden noch gebraucht für die Produktion der französischen Compagnie G. Bistaki „La Baina Trampa Fritz Fallen“ am Freitag und Samstag auf dem Bauhofgelände und ein Statist, der einen Mechaniker zu mimen hat, bei der Produktion „Be Fioul“ der ebenfalls französischen Truppe „Collectif Agonie du Palmier“ und idealerweise an allen vier Aufführungstagen in der Franz-Brauerei Zeit hat. Das tête-à-tête steht vor der Tür und es werden ehrenamtliche Helfer gesucht.

Mindestens 150 Helfer werden gebraucht

Ohne die sei ein Straßentheater-Festival in der Größenordnung mit 270 Einzel-Acts in sechs Tagen nicht machbar, so Carola Gerbeth vom städtischen Eigenbetrieb Kultur und Veranstaltungen beim sehr gut besuchten Helfertreffen in der Reithalle. Unter den Fittichen der RTV-Volleyballer war auch eine Gruppe junger Flüchtlinge dabei, die sich zusammen mit den Volleyballern – diese sind in Mannschaftsstärke schon seit Jahren aktive Helfer – engagieren wollen. Das geht in den unterschiedlichsten Bereichen und mit völlig verschiedenen Anforderungen, erläuterte Christina Hernold, organisatorische Leitung, die Bedarfe. Angefangen in der Küche, wo mittags und abends aus regionalen Zutaten frisch gekocht wird.

Gesuchtwird Kraft für Kartoffelsäcke

Das leibliche Wohl der Schauspieler und Helfer liegt in den Händen von Profi-Koch Peter Dilger, der sich bei dieser Gelegenheit auch gerne über die Schulter schauen lässt. Hier sind auch starke Frauen und Männer gefragt, denn bei 200 bis 250 Portionen falle auch schon mal ein schwerer Topf oder ein Kartoffelsack an, der gehoben werden muss, so Hernold, die betonte, dass diese Form der Verpflegung besonders gut ankomme. Dies gilt auch für das Catering und das Künstlercafé, beides findet sich in der Badner Halle. In diesem „Rückzugsort“ für die Akteure soll ein Wohlfühlklima herrschen, sollten die Kühlschränke immer aufgefüllt, die Tische hübsch hergerichtet sein und immer genügend sauberes Geschirr bereitstehen.
Wer den direkten Kontakt mit den Festivalbesuchern möchte, ist am Stand des Fördervereins oder als Lastenradfahrer gut aufgehoben, die als mobile Infostände in der Stadt unterwegs sind. Auch das Festivalbüro selbst braucht noch organisatorische Hilfe im Vorfeld, etwa beim Verteilen der Anwohner-Informationen, oder hinterher beim Aufräumen.

Helfende Hand für die Künstler

Neu kam vor zwei Jahren der Bereich Spielortbetreuung dazu: „Unter der Anleitung eines Koordinators unterstützen Sie das Publikum, so die Plätze einzunehmen, dass möglichst viele etwas sehen können, Sie sorgen für Rollstuhlfahrer, bewachen die Künstlerrequisiten und sind das Bindeglied zwischen Schauspielern, Technikern und Publikum“, so die beiden Intendantinnen Kathrin Bahr und Julia von Wild.
Annika Schneider von der Geschäftsstelle des tête-à-tête erzählte begeistert von ihrem Einsatz vor zwei Jahren, lobte die gute Teamarbeit und den engen Kontakt mit den Künstlergruppen. „Sie brauchen da keine Angst haben, Sie arbeiten im Team und wenn mal etwas nicht so klappt wie vorgesehen, dann wird improvisiert“.

Engagement wird mit Eintrittskarten belohnt

Mindestens 150 Helfer werden gebraucht, beim vergangenen tête-à-tête waren es 200. Für die Helfer gibt es eine Eintrittskarte, je nach Engagement auch zwei für eine Abendveranstaltung. Ein Testlauf startet am Montag, 28. Mai, im Staffelschnatzer-Saal. Für an den Statistenrollen Interessierte gibt es Workshops.

Interessierte können sich hier melden.