Zusammenhalt in der Krise: Die Präsidentinnen der Clubs Soroptimist Murgtal und Bad Herrenalb/Gernsbach, Ursula Schörverth und Cornelia Dürrfeld, übergeben der Zirkusfamilie Bely den Spenden-Scheck. | Foto: pr

1.000 Euro Spende

Soroptimist International Clubs spenden für Traditionszirkus Bely

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Die beiden Soroptimist International Clubs Murgtal (Gaggenau/Rastatt) und Bad Herrenalb/Gernsbach haben 1.000 Euro an den Circus Bely gespendet. Trotz Corona-Lockerungen kann die Zirkus-Familie noch nicht auftreten.

Der Hilferuf des Circus Bely ist bei den beiden Clubs Soroptimist International Murgtal (Gaggenau/Rastatt) und Bad Herrenalb/Gernsbach angekommen: Die Präsidentinnen der Clubs, Ursula Schörverth und Cornelie Dürrfeld, überbrachten jüngst einen Spenden-Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Wie aus einer Pressemitteilung der beiden Clubs hervorgeht, haben sie sich vor Ort über die schwierige Situation informiert, die die Zirkusfamilie zu bewältigen hat.

15 Familienmitglieder und 80 Tiere wollen jeden Tag versorgt sein. Obwohl Marina und Harry Frank, die „Chefs der Familie“, sich als Lebenskünstler bezeichneten, stehe die Sorge um die Zukunft im Vordergrund. In der fünfmonatigen Winterpause habe kein Geld verdient werden können. Dann kam die Corona-Pandemie. Von den Ortschaften, in denen im Frühjahr und Sommer gespielt werden sollte, erhielten sie nur noch Absagen.

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Bezüglich der staatlichen Hilfe sei man zunächst nicht richtig informiert gewesen. Nun habe sich eine Rechtsanwältin bereit erklärt, zu helfen und den richtigen Antrag für die nächsten Monate zu stellen. Auch der Hinweis, die Möglichkeiten der Rastatter Tafel zu nutzen, um die Familie mit Lebensmitteln zu versorgen, werde die Lage verbessern.

Trotz Corona-Lockerungen ist die Lage für den Zirkus weiter schwierig

Obwohl ab 1. Juni öffentliche Veranstaltung mit 100 Personen erlaubt sind, wird es für den Zirkus schwer sein, die Auflagen zu erfüllen. Zudem ließen sich im Moment voraussichtlich noch keine Gemeinden finden, die einen Platz für den Aufbau des Zirkuszeltes zur Verfügung stellen.

Aufführungen im Freien seien leider auch nicht möglich. So haben beispielsweise die Trapez-Künstler und -Künstlerinnen dort keine Möglichkeit für ihre Darstellung. Die Tiere seien Auftritte im Freien zudem icht gewohnt.

Sie bleiben optimistisch trotz aller Existenzängste: Harry Frank und Marina Frank-Bely mit dem Friesenhengst Gawan. | Foto: Hegmann

So bleibe der Zirkusfamilie für die nächste Zeit nur samstags und sonntags am Nachmittag zum Besuch bei den Tieren auf dem Merceau-Gelände in der Kehler Straße einzuladen. Eine Anmeldung dafür ist unter der Telefonnummer (01 72) 7 29 20 93 möglich.

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Futterbedarf besteht weiter

Täglich benötigt der Zirkus vier große Rundrollen Heu und Kraftfutter bestehend aus Pferdepellets und Quetschhafer, informieren die beiden Clubs Soroptimist International Murgtal und Bad Herrenalb/Gernsbach. Da die Bauern in der Region ihr Heu meist selbst benötigten, müsse das Futter derzeit im Elsass geholt werden. Dort stehe auch noch ein Teil der Kamele auf einer großen Koppel.

„Mit großem Respekt vor der Arbeit, die diese Zirkusfamilie täglich vollbringt, kann man nur wünschen, dass weiterhin Spenden eingehen“, lautet das Fazit der Präsidentinnen der beiden Clubs.

Spenden sind weiterhin an Nanja-Frank-Lauenburger unter der IBAN: DE64 6655 0070 1000 4101 99 und der BIC: SOLADES1RAS möglich.

BNN