Den Reben nach: Der neue Badische Weinradweg führt Fahrradtouristen durch die schönsten Landschaften und Weinanbaugebiete Badens, wie zum Beispiel durch die Ortenau.
Den Reben nach: Der neue Badische Weinradweg führt Fahrradtouristen durch die schönsten Landschaften und Weinanbaugebiete Badens, wie zum Beispiel durch die Ortenau. | Foto: Keller/STG

Neues Touristen-Angebot

Badischer Weinradweg wird am 30. März eröffnet

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Der Tourismus boomt – auch in der Ortenau. Davon profitiert die Weinbranche. Im Frühjahr kommt für alle, die den badischen Wein schätzen und überdies gerne Fahrrad fahren, ein neues Angebot auf den Markt: Am 30. März wird im Beisein von Baden-Württembergs Tourismus-Minister Guido Wolf mit einer Radtour von Gengenbach zum Weingut Schloss Ortenberg der „Badische Weinradweg“ offiziell eröffnet.

Von unserem Mitarbeiter Hubert Röderer

Der Weintourismus hat in den deutschen Anbaugebieten einen hohen Stellenwert. Nach Recherchen der Hochschule Geisenheim und des Deutschen Weininstituts sollen jährlich 50 Millionen Touristen dort für einen Umsatz von mehreren Milliarden Euro sorgen. Auch in vielen Betrieben der Ortenau lassen viele ihr Geld liegen. Bereits im November 2012 wanderten zahlreiche Touristiker durch die Reblandschaft. Er wollte die lokalen Protagonisten dazu animieren, das Thema Reben noch intensiver zu vermarkten: Da sei noch viel Luft nach oben.

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2014 wurde anlässlich des 60. Geburtstages der Badischen Weinstraße für die Panoramastraße getrommelt, die es anfangs, 1954, nur in der Ortenau gab. Erst später wurde sie bis Basel verlängert, und sogar erst seit fünf Jahren ist sie bis zur hessischen Landesgrenze ausgeflaggt. Seither sind alle neun badischen Anbaugebiete angebunden. Samt der vielen Verästelungen und einem weiteren Teilstück am Bodensee kommt sie auf 500 Kilometern.

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Auch Minister Guido Wolf tritt in die Pedale

Bald gibt es auch eine gut ausgezeichnete Strecke für Radtouristen: Am Montag, 30. März, wird der neue „Badische Weinradweg“ offiziell eröffnet – in der Ortenau. Im Beisein von Minister Guido Wolf und den badischen Weinhoheiten wird vom Marktplatz in Gengenbach bis zum Weingut Schloss Ortenberg geradelt. Bei einem „Wine & Bike“-Wochenende kann dann am 18. und 19. April jedermann den Weinradweg auf eigene Faust entdecken. Wie Michael Gilg von der Schwarzwald-Tourismus GmbH (STG) in Freiburg mitteilte, werden mehr als 60 Betriebe Hof und Keller öffnen: Weingüter, Winzergenossenschaften, Straußwirtschaften.

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Route von 460 Kilometern

Der Weinradweg beginnt in Grenzach, an der Schweizer Grenze, und endet in Laudenbach an der Badischen Bergstraße. Die Route sammelt auf rund 460 Kilometern mehr als 3.000 Höhenmeter und verläuft weitgehend auf vorhandenen Radwegen durch die Weinberge und Weinorte. Initiator der Radroute ist der Arbeitskreis Badische Weinstraße der STG und ihren Partnern Weinbauverband, Badischer Wein, Staatliches Weinbauinstitut und Tourismusregionen. Umgesetzt wird der Weinradweg durch die elf beteiligten Land- und Stadtkreise, das Land fördert ihn über sein Tourismusinfrastrukturprogramm.

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Im Herbst hat sich bereits Verkehrsminister Winfried Hermann ein Bild vom hohen Niveau des Radwegeausbaus in der Ortenau gemacht. Landrat Frank Scherer informierte ihn dabei, dass der Ortenaukreis seit 2008 jährlich sechs neue Radwegekilometer gebaut hat.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für Planung und Material des Badischen Weinradwegs sowie die Schildermontage auf rund 137.000 Euro. Hinzu kommen anteilige Personalkosten aufseiten der STG.