Gefärbte Ostereier liegen in einem Körbchen
Die Geflügelbranche im Südwesten bekommt das durch die Corona-Krise veränderte Einkaufsverhalten vieler Verbraucher zu spüren. Bunte Ostereier werden in diesem Jahr, im Gegensatz zu früheren Jahren, kaum verkauft. | Foto: Caroline Seidel/Archivbild

Leute färben daheim

Geflügelbranche verkauft weniger bunte Ostereier

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Gengenbach (dpa/lsw) – Die Geflügelbranche im Südwesten bekommt das durch die Corona-Krise veränderte Einkaufsverhalten vieler Verbraucher zu spüren. Bunte Ostereier werden in diesem Jahr, im Gegensatz zu früheren Jahren, kaum verkauft, sagte ein Sprecher des Verbandes der Geflügelwirtschaft Baden-Württemberg in Gengenbach (Ortenaukreis). Viele Leute seien daheim und färbten selbst. Bereits gefärbte Eier im Handel, die sonst zu Ostern gut verkauft würden, seien daher in diesem Jahr nur wenig gefragt. Ansonsten sei der Eierverkauf stabil. Das Ostergeschäft sorge jedes Jahr für ein Verkaufsplus von fünf bis sechs Prozent.

Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) rief dazu auf, beim Ostereinkauf regionale Lebensmittel zu wählen. Dies unterstütze die heimische Landwirtschaft und helfe in Zeiten der Krise. Das Land habe deshalb die App «Von Daheim BW» geschaffen, mit der Verbraucher Angebote von rund 3000 Anbietern im ganzen Land finden könnten.

Die Initiative «Huhn und Hahn» mit Sitz in Gengenbach teilte mit, beim Eierkauf sollten Verbraucher nicht nur auf einen möglichst niedrigen Preis achten. Artgerechte Tierhaltung könne so unterstützt werden. Die von Geflügelhaltern gegründete Initiative will den Angaben zufolge das Kükentöten stoppen und Hähnen, die für die Eierproduktion keine Bedeutung haben, so das Überleben ermöglichen.