Die Hula-Hoop-Akrobatin während der Dinner-Show "Glamour" im Europa-Park im Jahr 2012.
Die Hula-Hoop-Akrobatin während der Dinner-Show "Glamour" im Europa-Park im Jahr 2012. | Foto: imago

Im Rhein versenkt

Tatverdächtiger im Fall der toten Europa-Park-Artistin kommt frei

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Fünf Monate nach dem Fund einer Frauenleiche am Rhein bei Rust (Ortenaukreis) bleibt der Tod der 33-jährigen Artistin vorerst ungesühnt. Der anfangs tatverdächtige Ex-Freund muss sich nicht wegen Totschlags vor Gericht verantworten.

Das Schwurgericht des Landgerichts Freiburg hat ein Verfahren wegen dieser Vorwürfe nach Angaben von Montag abgelehnt. Der Haftbefehl gegen den 30-Jährigen – einen Artisten, der mit der Frau gemeinsam aufgetreten war – wurde aufgehoben.

Obwohl er ihre Leiche verpackt hat

Zwar habe er „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ die Leiche der Frau in eine Plastikfolie verpackt, mit Hantelgewichten beschwert und im Altrhein versenkt. Allerdings haben Untersuchungen keinen Anhaltspunkt erbracht zur Todesursache und zu einem möglichen, ausreichenden Motiv des Mannes.

Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat am Montag Beschwerde gegen den Beschluss der Schwurgerichtskammer eingelegt.

Auftritte im Europa-Park und bei „Supertalent“

Die Frau galt seit Ende April als vermisst, ihre Leiche wurde Mitte Mai gefunden. Die Hula-Hoop-Akrobatin arbeitete in Rust als Artistin im Europa-Park, zudem war sie im Fernsehen in der RTL-Castingshow „Das Supertalent“ aufgetreten.

dpa/BNN