Tesla
Fahrzeug mit Tesla-Logo. | Foto: Jens Kalaene

Geplante Gigafactory

Tesla lehnte Lahr als Standort ab

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Die Sensation bleibt in der Ortenau aus: Wie mehrere Medien berichten, war Lahr als Standort für Teslas deutsche Gigafactory im Gespräch. Doch daraus wurde nichts – das 55 Hektar große Areal war dem amerikanischen Autohersteller zu klein.

Es war ein großer Coup, den Tesla-Chef Elon Musk bei der jüngsten Verleihung des „Goldenen Lenkrads“ in Berlin fast beiläufig ankündigte und eine Kampfansage an die deutsche Automobilindustrie in Sachen E-Mobilität. Sein Unternehmen will in Deutschland eine Gigafactory errichten – in der Nähe des künftigen Hauptstadtflughafens BER. In Brandenburg entstehen mehr als 11.000 neue Arbeitsplätze.

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Land bot Tesla 55 Hektar bei Lahr an

Wie jetzt bekannt wurde, war auch Lahr bei der Standortsuche im Gespräch. Das Land bot dem US-Autohersteller über die Wirtschaftsfördergesellschaft eine 55 Hektar große Fläche auf dem ehemaligen kanadischen Militärflughafen an – nördlich des Logistikzentrums von Zalando. Doch Tesla lehnte ab – das Gelände ist für die Anforderungen eines Werks für Elektrofahrzeuge offenbar zu klein.

Ministerin bedauert Absage

Die Landesregierung bestätigt, dass sie sich um die Ansiedlung der Tesla-Fabrik in Deutschland beworben habe. In einer gemeinsamen Initiative boten Staatsministerium und Wirtschaftsministerium ein Standort im badischen Lahr, wie eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums mitteilt.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bedauert die Tesla-Absage: „Baden-Württemberg ist als wichtiger Automobilstandort mit qualifizierten Fachkräften und einer hervorragenden Forschungsinfrastruktur ideal geeignet für den Aufbau von Zukunftstechnologien im Automobilbereich. Darum bedauere ich die Entscheidung von Tesla. Zulieferer aus Baden-Württemberg stellen bereits heute wesentliche Komponenten für Tesla-Fahrzeuge bereit.“