Große Spinnen-Ragwurz
Spektakuläre Entwicklung im Fall der Tausenden verschwundenen Orchideen-Knollen im Naturschutzgebiet Taubergießen im Ortenaukreis. | Foto: Peter Zschunke/Archivbild

Spektakuläre Entwicklung

Verschwundene Orchideen-Knollen in Taubergießen: Wildschweine statt Diebe

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Spektakuläre Entwicklung im Fall der Tausenden verschwundenen Orchideen-Knollen im Naturschutzgebiet Taubergießen im Ortenaukreis: Wie das Polizeipräsidium Offenburg am Dienstag mitteilte, wurden die Pflanzen im Wert von geschätzt 250.000 Euro Anfang Mai nicht von Dieben entwendet, sondern von Wildschweinen verspeist.

Demnach forschten Beamte mehrmals mit Überwachungstechniken in den betroffenen Bereichen des Naturschutzgebiets. An Stellen, an denen Orchideen wuchsen und nachts Wildschweine gesichtet wurden, fanden sie am nächsten Morgen ausgegrabene Knollen mit zurückgebliebenen Stängeln.

 

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Wildschweinzahn statt Schaufel

Diese Ausgrabungen ähnelten denen des vermeintlichen Diebstahls bei Kappel-Grafenhausen. Die Gründlichkeit der Arbeiten hatte zuvor den Eindruck erweckt, dass eine Schaufel benutzt worden sein könnte. Mittlerweile geht die Polizei nach eigenen Angaben davon aus, dass die Zähne der Wildschweine ähnliche Spuren hinterlassen.

Ein deutliches, für die Wildtiere sprechendes Indiz ergab die Untersuchung eines frisch ausgehobenen Loches am vermeintlichen Tatort, in dem eine Knolle fehlte. Hier konnten DNA-Spuren festgestellt werden, die eindeutig von einem Schwein stammten.

BNN