Bosbach
Wolfgang Bosbach ist Politiker, Rechtsanwalt, oft gesehener Gast in Talkshows - und er wählt seit 2015 die schönste Frau Deutschlands. | Foto: Melanie Grande/WDR

CDU-Politiker und Rechtsanwalt

Warum sitzt eigentlich Wolfgang Bosbach in der Jury der Miss-Germany-Wahl?

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Wolfgang Bosbach ist Politiker, Rechtsanwalt, oft gesehener Gast in Talkshows – und er wählt seit 2015 die schönste Frau Deutschlands. Als am vergangenen Samstag im Europa-Park in Rust die Stuttgarter Polizistin Nadine Berneis zur „Miss Germany 2019“ gekürt wurde, hatte auch Bosbach an der Entscheidung mitgewirkt. Aber warum eigentlich?

Was auf den ersten Blick als ungewöhnliche Kombination erscheint, hat natürlich einen Hintergrund. Auf BNN-Anfrage spricht Bosbach von „purem Zufall“. Bei einer gemeinsamen Thailand-Rundreise von Familie Bosbach und den Familien von Ex-Fußballfunktionär Reiner Calmund und Fußballtrainer Christoph Daum habe Calmund, der damals in der Jury der Miss-Wahl saß, einen Anruf erhalten, mit der Frage, ob er noch einen Kandidaten für die Runde wisse. „Reiner meinte spontan, das sei doch etwas für mich – schließlich wäre ich ja zu Hause der einzige Mann unter fünf Frauen“, erklärt Bosbach, der mit seiner Ehefrau, den drei gemeinsamen Töchtern und der Schwiegermutter unter einem Dach lebt.

Papa, das musst Du machen!

Bosbachs Töchter und seine Frau waren sofort Feuer und Flamme.

„Da ich zuvor noch nie bei einer Miss-Wahl war, habe ich zunächst gezögert“, so der Politiker. Doch Frau und Töchter hätten sofort gesagt: „Papa, das musst Du machen!“

Entscheidung nie bereut

Bis heute bereue er seine Entscheidung nicht. Bosbach spricht von einer tollen Veranstaltung mit wunderbaren Kandidatinnen im Ambiente des Europa-Parks. Ab und zu würden ihn schon merkwürdige Zuschriften erreichen, wie er denn als CDU-Politiker in dieser Jury sitzen könne.

Jedem kann man es nicht recht machen. Das gilt für Miss-Wahlen und Politik gleichermaßen.

CDU-Politiker Wolfgang Bosbach

Aber: „Jeder Zeile kann man entnehmen, dass die Absender völlig falsche Vorstellungen von der Veranstaltung haben.“ Jedem könne man es ohnehin nicht recht machen, so Bosbach, und: „Das gilt für Miss-Wahlen und Politik gleichermaßen.“

Wolfgang Bosbach beim Redaktionsbesuch bei den Badischen Neuesten Nachrichten. | Foto: Hora

Stütze der Jury

Max Klemmer, Enkel von Horst Klemmer, dem Gründer-Vater der „Miss-Germany“-Wahl, beschreibt Bosbach als unverzichtbar für die Jury: „Er ist der Einzige, der seit fünf Jahren durchgängig dabei war.“ Bei der „Miss Germany Corporation“, dem Veranstalter des Schönheitswettbewerbs, achte man auf eine Meinungsvariation innerhalb der Jury, so Klemmer, der für die Kommunikation des Familienunternehmens zuständig ist. Bosbach bringe Eloquenz, Ernsthaftigkeit und Seriösität in die Runde – und obendrein sei er sehr jung geblieben. Wenn es nach Familie Klemmer gehe, müsse die Zusammenarbeit mit dem CDU-Politiker nie enden, so Enkel Max.