Ins Finale gestürmt: Die Torschützen Kushtrim Lushtaku (Zweiter von links) sowie Dominik Salz (mit Kopfschutz) und Ruben Reisig (rote Haare) feiern den größten Erfolg der CfR-Vereinsgeschichte. | Foto: Harry Rubner

BFV-Pokal/DFB-Pokal

1. CfR Pforzheim steht im Pokalfinale – und hofft nun auf den KSC

So ausgelassen hat man die Fußballer des 1. CfR Pforzheim schon lange nicht mehr feiern gesehen. Nach dem Schlusspfiff im Halbfinale des BFV-Pokals und dem 4:1(2:1)-Sieg über den FC Español Karlsruhe gab es für die Oberliga-Kicker kein Halten mehr.

CfR darf von DFB-Pokal träumen

„Wir haben etwas Großes erreicht“, kommentierte CfR-Trainer Gökhan Gökce den erstmaligen Einzug ins Pokalfinale in der noch jungen Vereinsgeschichte. Und sollte der Gegner dort Karlsruher SC heißen, könnte dies gleichbedeutend sein mit der Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals. Dafür müsste der  Karlsruher SC im zweiten Halbfinale (18. April) gegen Waldhof Mannheim gewinnen und unter den ersten vier der Dritten Liga landen. „Ich bin hier aufgewachsen und ich weiß, was man hier alles einstecken muss“, ergänzte Gökce eine Spitze gegen das nicht immer geduldige Pforzheimer Umfeld. „Ich glaube, wir müssen erst in die Bundesliga und um die Champions-League-Plätze spielen, damit alle zufrieden sind.“

Español kontert frühe CfR-Führung

Dieser Kommentar könnte auch für ihn selbst gelten. „Wir haben heute unser schlechtestes Spiel gemacht“, kritisierte Gökce nach der Partie. Einzig mit der Chancenauswertung zeigte er sich zufrieden.
Dabei hatte Pforzheim vor 600 Zuschauern von Beginn an die Spielkontrolle gegen den Verbandsligisten und Joao Tardelli hätte freistehend in der sechsten Spielminute bereits das 1:0 erzielen können. Dies fiel dann in der 20. Minute, als sich Kreshnik Lushtaku auf der linken Seite durchtankte und im Strafraum Verteidiger Alvaro Gil Marin zwar vor Dominik Salz an den Ball kam, diesen aber nur noch ins eigene Netz lenken konnte. Español wurde mutiger und kam in der 32. Minute zum überraschenden Ausgleich, als José Tijeras Martinez auf der linken Seite frei zum Schuss kam und CfR-Schlussmann Manuel Salz den Ball aus spitzem Winkel ins lange Eck unterschätzte.

Reisig trifft für CfR Pforzheim nach Traumflanke

Der CfR reagierte mit wütenden Angriffen und erhöhte das Tempo. Anthony Coppola verfehlte das Tor noch um Zentimeter (42.), Innenverteidiger Ruben Reisig machte es dann per Kopf nach einer traumhaften Freistoßflanke von Tardelli besser (45.+1).

Salz‘ Fallrückzieher als Schlusspunkt

In der zweiten Hälfte setzte der CfR dann auf Konter, zumal sich die Gäste durch eine Gelb-Rote Karte gegen Eigentorschütze Gil Martin (71.) dezimierten. Der eingewechselte Kushtrim Lushtaku nutzte schließlich einen dieser Konter nach Vorlage von Dominik Salz zur Vorentscheidung (75.). Den schönsten Treffer des Spiels erzielte dann der CfR-Kapitän nach Flanke von Kreshnik Lusthaku per Fallrückzieher aus zehn Metern Distanz (83.). Salman Can Torun vergab sogar noch die große Chance zum 5:1.

Español-Trainer Motekallemi drückt Pforzheim die Daumen

„Die Gelb-Rote Karte hat uns das Genick gebrochen“, analysierte Español-Trainer Sirus Motekallemi entsprechend, der seinem Team dennoch Bestnoten gab. „Als Karlsruher hoffe ich, dass der KSC ins Finale kommt – und der CfR in den DFB-Pokal“, sagte der faire Verlierer.